URBAN CARGO FLOW

Urban Cargo Flow ist ein Konzept, das sich mit dem Transport von Waren in der Stadt beschäftigt.
Im Konzept findet der Großteil des Warentransports in unterirdischen Zügen statt. Durch diese Verlagerung des Warentransports entstehen Freiräume an der Oberfläche. Urban Cargo Flow umfasst zwei Zugtypen: Der Urban Container Freighter kann zwei Frachtcontainer laden (Europalette mit 1 m Ladehöhe). Das Rotation Load Vehicle ist eine besonders flexible Lösung für die schnelle Auslieferung von Kleinfracht (max. 24 Pos. 60x60x30 cm). Beide Züge sind aerodynamisch optimiert und für die autonome Operation ausgelegt. Ergänzt wird das Projekt durch standardisierte Frachtcontainer (Smart Freight Container), und Surface Shuttles (flexible Transportvehikel für die Oberfläche), sodass eine End-to-End-Lösung für den Warentransport in der Stadt entsteht.

Mise en Place

Der Leihservice „Mise en Place“ bietet Denn‘s Biomarkt Kunden eine bequeme, preiswerte Alternative zum Billigelektrogerätekauf: eine kuratierte Auswahl an hochwertigen Küchengeräten von Manufactum, die via einer im Biomarkt verorteten Leihstation jederzeit schnell und unkompliziert zugänglich sind. Wer sich gerne mal in der Küche austobt, es aber, wie so oft der Fall, nicht regelmäßig tut, kann dort für ein paar Euro etwas wie eine Eismaschine entweder spontan ausleihen, sie per App im voraus reservieren oder aber auch die Verfügbarkeit überprüfen und wenn notwendig sich zu einem anderen Standort weiterleiten lassen. So können Kund*innen das Fondue mitsamt dem Käse am Tag der Familienfeier abholen oder sich beim wöchentlichen Einkauf die Zutaten und Gerätschaften für selbstgemachtes Hummus, frische Pasta oder Dörrobst für die Wochentage besorgen. App und Interface verwalten auf simpelste Weise den Leihverlauf und inspirieren mit Rezepten, die zu den saisonal wechselnden Geräten passen.

Amt für Ausgleichsflächen

Pflanzen werden als Rohstoffe der Zukunft gehandelt: Doch welche Auswirkungen hat der Umschwung von fossilen auf nachwachsende Rohstoffe? Und vor allem: Wo sollen all die Pflanzen wachsen? Denn der verfügbare Platz ist jetzt schon knapp und für die Herstellung von Nahrung, Futter, Energie und industriellen Produkte werden in Zukunft immer mehr nachwachsende Rohstoffe gebraucht. Das Amt für Ausgleichsflächen (AfA) ist ein fiktives, neu gegründetes Amt auf kommunaler Ebene. Die Aufgabe des AfA ist es, ungenutzte Flächen in der Stadt zu landwirtschaftlichen Nutzflächen umzuwandeln, um den zunehmenden Bedarf an nachwachsenden Rohstoffen auszugleichen. Bisher wenig genutzte Flächen werden ausfindig gemacht und für landwirtschaftliche Zwecke erschlossen – überall wo Platz ist. Denn ein Umdenken ist jetzt erforderlich und wirtschaftlich notwendig, darum ist das AfA beauftragt diese ungewöhnlichen Anbauflächen verwertbar zu machen.

Kreativraum Im Raum

Welche Sinne & Reize werden im Freien angesprochen bzgl. kreativem und konzentriertem Arbeiten? Wie lassen sich diese Eigenschaften in geschlossene Räume übertragen? Was sind die Anforderungen an temporäre Arbeitsräume? Wie sieht ein flexibles, langlebiges, funktionales Konzept dafür aus? Tageslicht und unsere Umgebung beeinflussen uns. Mit dem modularen „Kreativraum im Raum System“ lassen sich für jedes Team in jeder Umgebung individuell anpassbare Projektarbeitsbereiche schaffen. Die umklappbaren „Flip“ Module und die LED Wall „Move“ unterstützen agile Teams in allen Prozessschritten. Jedes “Flip” dient als Kreativarbeitsfläche und unterstreicht von der anderen Moos- oder Filzseite, die natürliche, am Tagesverlauf orientierte Licht- & Umgebungswirkung, die von der LED-Wall erzeugt wird. „Move“ kann mit smarter Steuerung und individuell anwählbar die Phasen Konzentration, Kommunikation, Kreativität und Regeneration begleiten.

https://projekte.g.hawk.de/projekt/5f2d054b453da

tubbies – record weight

Das Schallplattengewicht ist ein klassisches Nischenprodukt. Bei der Produktreihe „tubbies“ wird dem Objekt mit Hilfe von Gestaltung eine neue Funktion verliehen. Die Rotation des Plattenspielers wird aufgegriffen und in den dreidimensionalen Raum geholt. Der rein technische Nutzen eines herkömmlichen Schallplattengewichts wird so durch eine performende visuelle Komponente ergänzt. Es sind mehrere Varianten entstanden, welche mit optischen Täuschungen in der Bewegung und im skulpturalen Bild spielen. Sie ergänzen das Ritual des Schallplattenspielers und bereiten Freude und Faszination in der Nutzung. So entsteht eine visuelle Wahrnehmung beim Abspielen der Platten. Um dem Produkt in der technischen Funktion noch zu verbessern, wurde ein 7Inch Puck integriert, welcher sich einfach durch eine magnetische Verbindung aus dem Inneren des Objekt trennen und wieder zusammenführen lässt. Gestalterisch sind Gewicht und Puck optisch ergänzend und bilden ein stimmiges Schallplatten-Equipment.

der Fixateur / the Fixateur

Das Projekt untersucht Arbeit, Ressourcenfragen und den Wert von unbrauchbarem Zeug prozesshaft in Form eines fiktiven Berufsbildes.
Mit standardisierten Arbeitsabläufen und Einheitslösungen stellt der Fixateur den Gebrauchswert kaputter Möbel wieder her. Dafür verwendet er Fixaturen, die wie bei Knochenbrüchen beschädigte Stellen stabilisieren.
Das Verfassen von Anamnese- und Operationsberichten fordert eine individuelle Auseinandersetzung mit beschädigten Möbeln aller Art trotz professioneller Gleichgültigkeit ein.
Der Fixateur ist ein Experiment – der Versuch, berufliche Autorität und Selbstverständnis sowie empfundene Verantwortung zu erfinden.

KANTINE VIER.NULL

Steigende Fallzahlen an gesundheitlichen und mentalen Überlastungen, verursacht durch Überarbeitung, sind heute allgegenwärtig. DOZE ist ein Sitzmöbel, das zur bewussten und physischen Entspannung im Kontext der Arbeitspause beiträgt. Der Einfluss der Betriebsgastronomie auf die Unternehmenskultur wird bislang unterschätzt. DOZE ist ein auf Betriebskantinen zugeschnittenes Konzept, das die Potenziale dieses Ortes ausschöpft und auf die ursprüngliche Funktion der Arbeitspause eingeht. Das Arbeiten in Büros wird für viele Erwerbstätige zunehmen. Da ein ausgeglichenes Arbeiten in New Work-Konzepten immer relevanter wird, entsteht die Notwendigkeit, sich gezielter und intensiver mit der regenerativen Pause auseinanderzusetzen. Die Integrierung eines Möbelstücks in der Kantine, das Schaffen eines konkreten Angebots an zusätzlicher Regeneration innerhalb der Arbeitspause, folgt dem enormen Bedürfnis nach temporären Auszeiten und verleiht der Ruhepause den verdienten Moment und Anlass.

Handwerkerauto der Zukunft

Trotz der fortschrittlichen Technologie im Bereich der Transportmittel und Nutzfahrzeuge, sind wenig Angebote zu finden, die eine nennenswerte Entlastung für den/die Arbeiter*innen bieten.

Idealerweise muss ein Ausgelich zwischen Ästhetik, Funktionalität, Brauchbarkeit, Benutzer- und Umweltfreundlichkeit gefunden werden, um den Berufsstand durch das Handwerkerfahrzeug zukunftsgerecht zu machen.
Der Sachverhalt gab den Impuls, dieses Problem zu lösen und die Handwerker*innen bei der Hantierung mit dem Auto zu entlasten und das Handwerkerauto als ganzes attraktiver und aufregender zu gestalten.
Die Reduktion der physische und psychische Belastung im Zusammenhang mit dem Handwerkerfahrzeug soll sich daraufhin positiv auf den gesamten Arbeitsablauf auswirken und das Erscheinungsbild das Interesse für diesen Berufsstand erhöhen. Die Ausarbeitung beruht auf fachmännischen Expertisen und beinhaltet eigene Analysen aus der Beobachterperspektive. Ergeben hat sich eine Gestaltung, die die technischen Eigenschaften und deren Vorteile aus unterschiedlichen Sphären kombiniert und sie auf ästhetische, funktionale, benutzer- und umweltfreundliche Art und Weise vereint. Die Interaktion mit dem Auto erweckt Begeisterung bei dem Handwerker und zusammen mit dem äußeren Erscheinungsbild wird Interesse bei außenstehenden Betrachter hervorgerufen.

Museum of Alternate History

Was wäre, wenn sich Europa nicht vor dem Hintergrund des Patriarchats, sondern eines Matriarchats entwickelt hätte? Welche Geschichten würden seine historischen Artefakte erzählen? Wie würden sie aussehen und welche Aktionen würden sie unterstützen? Und könnten sie uns dazu inspirieren, unsere gesellschaftlichen, historischen, sozialen und politischen Strukturen kritisch zu re-evaluieren?

“Im Wiedererzählen der Ursprungserzählungen untergraben die Cyborg-Autorlnnen die zentralen Mythen vom Ursprung der westlichen Kultur.” (Donna Haraway)

Das Museum of Alternate History behandelt die Geschichtsfiktion eines europäischen Matriarchats. Es kommentiert unter anderem die patriarchalische Einordnung von Körpern in zwei “gegensätzliche” Geschlechter und die Unterwerfung weiblicher und nicht-hetero-normativer Individuen. Sechs Objekte und ihre beschreibenden Texte fordern so die Auseinandersetzung mit vielseitigen politischen, sozialen und kulturellen Themen.

Vertrau mir

Zu Beginn des Projektes habe ich mich mit Massenmedien auseinandergesetzt und deren Darstellung von Informationen. Dabei setzte ich meinen Recherchefokus auf Geschichten, bei denen die Autor*innen bestimmte Informationen übertrieben betont haben [oder weggelassen]. Dadurch entsteht ein verzerrtes Bild der wahren Geschichte und wirft die Frage auf, inwieweit diese Wahrheit darin überhaupt noch vorhanden ist, oder ob sie so verändert wurde, dass etwas Neues entstanden ist, mit einer neuen Geschichte. Bleibt die Geschichte dabei die gleiche Geschichte?