How to press a button

Welcome to S.ALT!
Ein adaptiver Controller – klein, aber unverzichtbar, wie Salz.
Das Älterwerden soll dich nicht aufhalten. Mit diesem modularen System findest du deinen Weg, deine Spielerfahrung schmerzfrei zu genießen – game without pain.

„Press a button to start.“ – ein Satz, der einfach klingt, aber für viele eine Hürde darstellt, etwa durch Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen.
Diese Arbeit entwirft ein spekulatives Interface: ein adaptiver Gamecontroller für ältere Menschen. Ziel ist es, die Bedürfnisse im Alter mitzudenken, über aktuelle Lösungen hinauszugehen und Design neu zu denken – inklusiv, kritisch und zukunftsorientiert.

ROWZY

Die Kollektion bringt ein Gefühl von Freiheit. Stell dir vor, du fährst mit einem Schneemobil durch weite, schneebedeckte Ebenen, das Eis unter dir knistert und knackst. Die Welt um dich herum ist in magisches Licht getaucht. Du fühlst dich schwerelos.

ROWZY ist eine Hommage an die Weiblichkeit und die Kraft, sich selbst unter den extremsten Bedingungen zu entfalten. Sie vereint Schutz, Funktionalität und Luxus in einem modularen Designkonzept – mit dem Fokus auf einer futuristischen und femininen Designsprache.
Die rosafarbenen Akzente auf dem weißen Grund erzeugen bei Tageslicht ein subtiles Spiel aus Erscheinung und Auflösung im weißen Schnee. In der Nacht ermöglichen integrierte Lichtquellen sowohl Sichtbarkeit als auch das Gesehenwerden – jedoch in einer Weise, die weiterhin ein genaues Hinsehen erfordert, um die Gestalt zu erfassen.

GENCONNECT

Das Ziel war es, älteren Menschen den Zugang zur digitalen Welt auch ohne technische Vorkenntnisse zu erleichtern sowie die Generationen wieder zu verbinden.

Das Enkelkind ist auf Reisen und Oma hat keine Möglichkeit, daran teilzunehmen? Mit GENCONNECT soll das möglich sein! Wir möchten digitale Barrieren entfernen und Rentnerinnen VR-tauglich machen.
GENCONNECT ist ein Rentner-Digital-Paket, buchbar per Telefon, Webseite oder Bürgeramt. Es beinhaltet Lernstrategien, die mithilfe von Buddies das fehlende Enkelkind in Technikfragen ersetzen. Das Technikpaket wird Rentnerinnen durch Lernspiele, Video-Tutorials oder Lern-Buddies vermittelt.

Das Projekt umfasst einen humorvollen Werbefilm, eine Social-Media-Kampagne, eine benutzerfreundliche Webseite, unterstützende Musik, Illustrationen sowie Interviews mit Rentner*innen.
GENCONNECT steht für Inklusion und den Dialog zwischen den Generationen.

Lasst uns Generationen verbinden und Barrieren abbauen. Mach auch deine Oma zur CyberOma!

NeoMale – healing masculinity

75 % aller Suizide werden von Männern begangen. Wie passt das zum patriarchalen Bild des starken Mannes?

Toxische Männlichkeit ist ein Männlichkeitsbild, das betroffenen Männern selbst (aber auch ihrem Umfeld) psychischen und physischen Schaden zufügt. Solche Verhaltensweisen werden von Generation zu Generation weitergegeben – man könnte sagen, sie sind ansteckend.

Was wäre also, wenn toxische Männlichkeit eine Krankheit ist, die ausgerottet werden kann?

Ausgehend von dieser Frage wurden unter der Marke NeoMale medizinische Therapien zur Heilung von Männlichkeit entwickelt. Im Sinne des Speculative Design ist das Ziel nicht die Entwicklung konkreter Lösungen, sondern die Anregung eines Diskurses. Zu diesem Zweck wurden die Artefakte – eine Gefühlsprothese sowie eine Hormontherapie – auf einem Messestand der Öffentlichkeit präsentiert. Dies führte zu regen Diskussionen über die Notwendigkeit und ethische Berechtigung, (toxische) Männlichkeit zu pathologisieren.

HRG-75

Die Beschaffung von Ressourcen und ihr verantwortungsvoller Einsatz ist eine fundamentale Frage unserer Zeit auf einem Planeten, dessen Mittel endlich sind. Dennoch wird ein großer Teil heutiger Güter so produziert, dass die Wiedergewinnung verwendeter Materialen nur erschwert möglich oder unwirtschaftlich ist. Produktionsweisen, die den unbedachten Umgang mit Ressourcen durch künstlich manipulierte Produktlebensdauer verstärken sind vor allem bei Elektrogeräten zu sehen. HRG-75 ist der Entwurf eines Rührgerätes, welches der Kurzlebigkeit von Küchenkleinelektronik begegnet. Die Kraftübertragung erfolgt rein mechanisch, so kann gänzlich auf Elektronik verzichtet werden, zudem kombinieren modulare Aufsätze die Funktionalität verschiedener Küchenelektrogeräte. Alle Komponenten sind so zusammengesetzt, dass diese wieder voneinander lösbar sind, was eigenständige Reparaturen erlaubt und der Einsatz standardisierter Bauteile die Option zum Upgrade offen lässt.

Women’s Visibility

In meiner Arbeit nutze ich Stoff als zentrales Medium, um gesellschaftliche Normen herauszufordern und Themen wie Identität, Gleichberechtigung und persönliche Freiheit zu erforschen. Indem ich ein Material, das oft mit Kontrolle und Konformität verbunden ist, in Schmuck verwandle, eigne ich es mir als Symbol für Ermächtigung und Selbstausdruck an.

Jedes von mir geschaffene Stück spiegelt die Widerstandskraft und Stärke von Frauen im Laufe der Geschichte wider und würdigt ihren Kampf für Autonomie und Gleichberechtigung. Meine Arbeit ist nicht nur dekorativ — sie ist eine Erzählung des Widerstands, eine Hommage an die Marginalisierten und eine Einladung, die Grenzen persönlicher und gesellschaftlicher Freiheit neu zu überdenken.

finding traces and placing connections

„finding traces and placing connections“ ist eine interaktive Kunstinstallation und ein persönlicher Liebesbrief an das Material Kupfer. Die Arbeit zelebriert die Funktionalität, Vielseitigkeit und Schönheit des Kupfers.

Besucher*innen können die in den Teppich eingelassenen Kupferflächen durch fünf verkupferte Steine verbinden und kontrollieren dadurch Klang und Licht des Raumes.
Die Komposition für das Werk wurde aus Aufnahmen generiert, die durch Interaktion mit Kupferobjekten entstanden sind.
Jede aktivierte Fläche leuchtet auf und fügt eine Audiospur zur Komposition hinzu.
Dadurch entsteht nicht nur eine Interaktion mit der Arbeit, sondern auch eine Interaktion zwischen den Besucher*innen. Durch das Zusammenspiel entstehen individuelle Kompositionen und Kombinationen der Audiospuren und immer neue Abwandlungen des Klanges.

„finding traces and placing connections“ lädt ein, zu entdecken, zu hören.

Ich gegen mich

Autoaggression, auch bekannt als Selbstverletzung oder selbstverletzendes Verhalten, beschreibt die absichtliche Schädigung des eigenen Körpers und ist ein komplexes und in der heutigen Gesellschaft häufig missverstandenes Phänomen. Diese Bachelorthesis verfolgt das Ziel, Selbstverletzung aus dem Schatten der Gesellschaft zu holen und zu entstigmatisieren. Hauptmedium des Projektes ist ein Film mit dem Namen “un;spoken”, der sich an Nicht-Betroffene richtet und einen tiefen Einblick in die emotionale Ebene der Thematik gewährt, indem er die Gefühle und Gedanken betroffener Menschen sichtbar macht. Das Printmedium “un;written” besteht aus vier Leporellos und einer zugehörigen Aufbewahrungsbox und richtet sich direkt an Betroffene. Für sie wird ein Schutzraum geschaffen, in dem sie lernen können, ihr Handeln zu akzeptieren und aus einer schambefreiten Perspektive zu betrachten. Als zentrale gestalterische Elemente dienen abstrakte Materialität und die Handschriften echter Betroffener.

be patient – Diagnostisches System

be patient ist ein visionäres tragbares Diagnosesystem zur frühzeitigen Erkennung schwerer Krankheiten wie Brustkrebs. Es kombiniert biometrische Messungen (z. B. Hauttemperatur, Schweiß, SpO₂, EKG) mit Thermografie- und Ultraschalltechnologien, um kleinste Anomalien früh zu erkennen. Eine begleitende AR-App visualisiert die Ergebnisse in Echtzeit und macht komplexe Daten verständlich. Ein integriertes KI-System analysiert die Messungen, erkennt Muster und gibt personalisierte Empfehlungen.

Das Projekt vereint Industriedesign, digitale Innovation und medizinische Expertise, um Prävention zugänglicher zu machen und das Gesundheitssystem nachhaltig zu entlasten. be patient steht für eine Zukunft, in der Früherkennung intuitiv, mobil und Teil des Alltags wird.

What Goes Around Comes Around

In einer alternativen Realität, die von zwei Sonnen geprägt ist, untersucht Sophie Stanitzeks Projekt eine Welt, die von klimatischen Anomalien und menschengemachtem Umweltkollaps bestimmt wird. Unter unerbittlicher Hitze und chaotischem Wetter werden traditionelle Überlebensstrategien obsolet. Durch spekulative Low-Tech-Objekte wie schwimmende Flut-Liegen oder parabolische Bräunungsgeräte inszeniert sie die Absurdität apokalyptischer Freude und legt die Ungleichheiten zukünftiger Freizeitgestaltung offen. Diese Entwürfe reflektieren kritisch unser Verhältnis zu Naturgewalten und frei verfügbaren Ressourcen und machen Widersprüche sichtbar. Anstatt Lösungen vorzuschlagen, verstärkt die Arbeit Symptome des Zusammenbruchs, die sich bereits abzeichnen. Sie geht über die Vorstellung hinaus, dass Techno-Solutionismus der einzige Weg in die Zukunft ist, und zeigt auf, wie Komfort, Vergnügen und Resilienz zunehmend zu Privilegien der Reichen werden. So eröffnet das Projekt Raum für einen bewussteren und ehrlicheren Umgang mit den Kräften, die das Leben auf der Erde prägen.