Vico

Tägliche Aktivitäten wie Einkaufen, Kochen und Essen können für Senioren aufgrund nachlassender körperlicher Funktionen zu einer Belastung werden. Gleichzeitig nimmt die Zahl älterer alleinlebender Menschen zu. Wie können wir dafür sorgen, dass Seniorinnen und Senioren rechtzeitig genügend frische Lebensmittel erhalten und sich ausgewogen ernähren? 

„Vico“ ist ein Lebensmittelaufbewahrungssystem, das Senior*innen hilft, sich aktiv gesünder zu ernähren. Gesunde Lebensmittel werden in den Mittelpunkt gestellt, um eine ausgewogenere Ernährung und Nahrungsaufnahme zu fördern. 

Durch eingebaute Sensoren kann Vico die Nutzer*innen daran erinnern, wann der beste Zeitpunkt für eine Snackpause oder die Einnahme von Medikamenten ist. Mittels eines Wärmetauschers nutzt eine Wärmeschublade die Abwärme des Kühlschranks zum Vorwärmen von Geschirr oder das Aufgehen von Hefeteig. So wird der Kühlschrank zu einem Gesundheitszentrum für den Alltag.

ONE

„ONE“ verbessert das Reisen, indem es das Beste aus der Mobilitäts- und Reiseindustrie kombiniert. Das innovative System umfasst ein physisches Gepäckschloss, ein Vorhängeschloss und eine digitale App. Mit seinen fortschrittlichen Sicherheitsfunktionen bietet ONE wichtige Reiseinformationen für ein sichereres, leichter zugängliches und einfacheres Reiseerlebnis.

Hauptziel ist es, die Verfolgung von Gepäckstücken in Echtzeit zu ermöglichen und so das Risiko von Verlust oder Diebstahl zu verringern. Intelligente Schlösser lassen sich einfach über eine mobile App steuern und ermöglichen ein bequemes Öffnen und Schließen. Die App bietet außerdem eine KI-basierte Reiseunterstützung, die auf der Grundlage einer bestehenden Datenbank, die Informationen zu gängigen Reiseproblemen wie kulturellen Unterschieden, Echtzeit-Risiken und Ortskenntnissen bietet, inklusive Fluginformationen, Dokumentenmanagement, Reiseplanung und vielem mehr.

AVIO

Die Erfindung des elektrischen Lichts (die erste Glühlampe für elektrisches Licht stammt aus dem Jahr 1854) führte zu einer industriellen Revolution im frühen 20. Jahrhundert. Licht erfüllt nicht nur visuelle, sondern auch emotionale und biologische Bedürfnisse des Menschen. Im Jahr 1962 erfolgte der Übergang von konventionellem elektrischem Licht zur LED-Technologie, was zu einer rasanten gesellschaftlichen Entwicklung führte. 2002 wurde der dritte Fotorezeptor im Auge des Menschen entdeckt, der direkte Auswirkungen auf das Gehirn hat und somit die Bedeutung von Farbtemperatur und Lichtintensität verdeutlichte. Der Begriff des Human Centric Lighting (HCL) entstand, wobei HCL während der weltweiten Pandemie im Jahr 2019 eine zunehmende Bedeutung erlangte. 

Das Beleuchtungssystem „AVIO“ berücksichtigt die individuellen Bedürfnisse jedes Nutzers und kann an verschiedene Situationen angepasst werden. Durch Integration von IoT-Technologie erfüllt AVIO die Anforderungen an Sehkomfort, Arbeits- und Lebensqualität.

CuCo

„CuCo“ ist ein interaktives Gerät, das Besucher*innen von Ausstellungen dabei hilft, die künstlerischen Konzepte von Kunstwerken jeglicher Art zu verstehen, indem es ihnen personalisierte Einblicke in die Exponate bietet und optimale Wege zwischen ihnen kartiert. Die maßgeschneiderten Informationen für Besucher*innenwerden durch die Anwendung von Personalisierungsprinzipien und die Analyse von Benutzerverhalten und Interessen mithilfe eines KI-basierten Algorithmus erstellt. CuCo übermittelt seine Informationen über die Kunstwerke akustisch – mittels gesprochenen Erzählungen – und führt die Besucher*innen mit Hilfe von Vibrationen (haptisches Feedback) durch die Ausstellung. Das Gerät benachrichtigt einen Benutzer, indem es intensiv vibriert, wenn ein Kunstobjekt, zu dem zusätzliche Informationen bereit stehen, sich in unmittelbarer Nähe befindet.

Agrineo

Die Effizienz von Mähdreschern lässt sich heutzutage aufgrund von ausgeschöpften Größenbeschränkungen nur geringfügig steigern. Die Abschlussarbeit antwortet hierauf mit dem Entwurf eines kompakten und kooperativen Schwarm-Mähdreschers. Jedes Fahrzeug ist mit einem Schneidwerk ausgestattet und kann das geerntete Getreide an das benachbarte Fahrzeug kettenartig weitergeben. Dies ermöglicht eine Effizienzsteigerung von 400% gegenüber herkömmlichen Mähdreschern. Jede Einheit kann ihr Schneidwerk kompakt auf das Fahrzeugdach klappen, was den Transport und die Lagerung des Schwarm-Mähdreschers sehr einfach und kosteneffizient macht. Die Verkleidung wurde mit beidseitig vier gleichen Verkleidungsteilen aus trapezartig gekanteten Aluminiumteilen gestaltet, um den Anspruch an einen ökologisch sinnvollen Materialeinsatz und zugleich eine gute Fertigbarkeit zu erfüllen.

From Filament to Product

Wie können Produkte aussehen, die in Teilen zuhause oder im FabLab 3D-gedruckt werden? Für welche Produkte ist diese Technik überhaupt sinnvoll? Das Masterprojekt „From Filament to Product – Entwurf eines hybriden 3D-Druck-Produkts“ geht diesen Fragen nach und überprüft grundlegende Gestaltungsregeln. Außerdem wird eine Technik etabliert, bei der die 3D-gedruckten Komponenten im Nachhinein gebogen werden, wodurch sie eine besser angepasste statische Beschaffenheit erlangen. 

Exemplarisch aufgezeigt wird dies anhand von 3D-gedruckten Möbelverbindern, bei denen Standard-Holzelemente aus dem Baumarkt durch Keil- und Exzenterverbindungen zusammengefügt werden. Durch die lösbaren Verbindungen können sämtliche Teile wiederverwendet oder in neuen Konstellationen zusammengestellt werden. Dies eignet sich besonders für kurzfristige Nutzungsszenarien wie Messen oder Pop-Up-Stores, aber auch für Privatpersonen, die Wert auf Flexibilität legen.

Entwicklung einer Sämaschine für die Syntropische Landwirtschaft

Die konventionelle Landwirtschaft steht vor mannigfaltigen Herausforderungen. Die Folgen des Klimawandels zeigen deutlich, dass es an der Zeit ist, althergebrachte Handlungsweisen zu überdenken und umweltschonendere Alternativen zu entwickeln. 

Ein möglicher Lösungsansatz kann die Syntropische Landwirtschaft sein. Das regenerative System klima- und biodiversitätsfreundlicher, nachhaltiger Anbautechniken und ist wesentlich geprägt vom Vorreiter Ernst Götsch, der als Landwirt und Forscher seit den frühen 1980er-Jahren die Reaktion der Natur auf die Bewirtschaftung von Flächen untersucht hat.

Im Zuge meiner Bachelorarbeit habe ich in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Syntropic eine Sämaschine entwickelt, die auf die speziellen Anforderungen dieses innovativen Landwirtschaftskonzeptes zugeschnitten ist. 

Mit diesem Projekt möchte ich die Zukunft der Landwirtschaft mitgestalten und eine Perspektive schaffen, die die Art und Weise, wie wir Lebensmittel produzieren und mit unserer Umwelt interagieren, nachhaltig verändert.

Augmenting Glasses

Die Brille als historisches Objekt, das in unserer Kultur und Gesellschaft sowie im persönlichen Leben von Brillenträger*innen eine wichtige Rolle einnimmt, scheint vor radikalen Veränderungen zu stehen.

Es ist zu erwarten, dass Augmented Reality als Schlüsseltechnologie in naher Zukunft den Touchscreen in unseren Händen ablösen könnte. Dadurch wird die Brille – nach Dekaden, in denen sie kaum weiterentwickelt wurde – plötzlich wieder zu einem gestalterisch relevanten Objekt, mit dem entsprechend vorsichtig umgegangen werden muss. Zumal durch den permanenten Einsatz digitaler Technologie und datenerfassender Sensorik im Alltag, der durch den Einsatz von AR-Geräten unweigerlich ausgelöst werden wird, weitere Herausforderungen entstehen.

Der Entwurf versucht, durch Design Lösungen für die entstehenden Herausforderungen zu finden. Vorgestellt wird ein visueller Prototyp, der dank seiner Gestaltung ein positiveres Bild der AR-Technologie zeichnen kann, und Anstöße für die künftige Auseinandersetzung mit diesem speziellen Objektfeld gibt.

Design einer Boje & Anker für Spearfishing

Die Hauptaspekte der Gestaltungsaufgabe dieser Arbeit sind Sicherheit und Modularität einer Boje und eines Ankers für Spearfishing. In der Umsetzung der Boje wurde der Aspekt der Sicherheit durch die Möglichkeiten, GPS Module zu integrieren, eine Notfallpfeife sowie eine verbesserte Sichtbarkeit durch die Farbe „floureszierendes Grün“ verbessert. Große Griffe bieten zudem mehr Komfort beim Schwimmen und Tragen, sowie einen sicheren Halt bei Erschöpfung. 

Was die Modularität der Boje betrifft, so wird diese durch einen flexiblen Aufbau der Boje thematisiert. Durch ein System aus Griffmodulen und Mittelstück, können verschiedene Formen, Größen und Funktionen der Boje realisiert werden. 

Bei dem Entwurf des Ankers wurden Modularität und Sicherheit durch eine anpassbare Gewichtslösung und die freie Wahl der Endstücke erreicht. so wird erreicht, sichergehen zu können, dass die Boje nicht vom Nutzer weg treibt und der Anker auf verschiedensten Untergründen sicheren Halt finden kann.

Ocean Plastics

Unter den acht Millionen Tonnen Plastikabfälle, die jährlich im Meer enden, finden sich auch Milliarden von Wasserflaschen. In vielen Ländern wie Deutschland ein eigentlich vermeidbares Aufkommen an Verpackungsmüll. Doch die beste Alternative, das einfache Leitungswasser, wird von vielen Menschen kritisch betrachtet. Immer wieder lassen Zweifel an seiner Qualität die Leute am Ende doch zur Mineralwasserflasche greifen. Um diesen Unsicherheiten zu begegnen, ist gutes Design gefragt, das als effektives Mittel die Wahrnehmung verändern kann. Denn die beste Art gegen Plastikmüll vorzugehen ist, ihn gar nicht erst zu produzieren. 

Die gestalterische Antwort auf dieses Problem ist eine neuartige Armatur. Schon durch die Anmutung und Bedienung wird Nutzer*innen intuitiv vermittelt, dass es sich hier um Trinkwasser handelt. Darüber hinaus wird die Qualität des Leitungswassers garantiert. Eine Messeinheit überprüft in regelmäßigen Abständen die wichtigsten Wasserwerte und zeigt das Ergebnis auf einen Blick an, wenn man den Wasserhahn öffnet.