Doch nochmal was mit Holz

„Doch nochmal was mit Holz“ ist eine Installation aus zu Holzsteinen umgeformten Bäumen aus dem Karlsruher Stadtgebiet.
Zielsetzung des Projektes war es, eine Möglichkeit zu schaffen, den abgestorbenen oder kranken Bäumen eine Verwendung zu geben.
Äste werden nun zu ziegelartigen Holzsteinen, andere Teile des Baumes zu Natursteinen oder Geröll.
Ausgestellt als exemplarische Installation einer kleinen Wohnung, zeigt es neue Formen des Wohnens auf.

Der Eingriff in die Ressource sollte dabei möglichst gering bleiben, um die Weiterverwendung der Holzstücke in der Zukunft möglichst offen zu halten.

Das Material ist im Prinzip in seiner Verwendung nur geliehen und knüpft mit dieser Frage an die Texte von Karl Marx zum Holzdiebstahl und damit auch an die Fragen von Besitz und Zugänglichkeit zu vorhandenen Materialien an.

Queering Bathrooms

Gemeinschaftstoiletten gelten oft als neutrale Infrastrukturen, sind jedoch umkämpfte Räume und Sinnbild aktueller Debatten um queere Inklusion. Standardisierte, binäre Gestaltungsnormen erscheinen unveränderlich und privilegieren bestimmte Geschlechterrollen, während andere Identitäten ausgeschlossen werden. Sowohl Gegner*innen als auch Befürworter*innen genderneutraler Toiletten argumentieren mit dem Wunsch nach mehr Sicherheit – was Umgestaltungen erschwert und häufig zu emotionalen Auseinandersetzungen führt.

Das Projekt Queering Bathrooms thematisiert die marginalisierte Position queeren Lebens, besonders angesichts wachsender Anfeindungen von rechts, und beleuchtet die Toilettenfrage gestalterisch und theoretisch. Die pinke Toilette mit ausgestreckter Zunge reagiert mit Selbstironie und ästhetischem Bruch auf den erhitzten Diskurs und signalisiert einen Perspektivwechsel zugunsten queerer Individuen.

Anthroporosities

Das Projekt „Anthroporosities“ beschäftigt sich mit der Rückkehr zu archaischen Materialien und Herstellungsprozessen, mit Nachhaltigkeit und der Verbindung zur Natur. Die Fliesen für dieses Projekt werden aus wild gewonnenem Ton gefertigt, in einem holzbefeuerten Ofen gebrannt und ausschließlich mit lokalen und natürlichen Ressourcen hergestellt.

Die porösen Fliesen tragen nicht nur durch die Ästhetik der lokalen Böden zur optischen Aufwertung des Raumes bei, sondern wirken sich auch aktiv auf das Raumklima aus. Dank ihrer Fähigkeit, Feuchtigkeit aufzunehmen und wieder abzugeben, helfen sie, die Luftfeuchtigkeit im Innenraum zu regulieren. Zusätzlich erhöhen integrierte Pflanztöpfe den Sauerstoffgehalt der Luft und schaffen Lebensräume für nützliche Mikroorganismen.

„Anthroporosities“ hat zum Ziel, den Kontakt mit der Natur und natürlichen Materialien wieder in unsere modernen, oft sterilen Wohnräume zurückzubringen. Der Einsatz von Fliesen aus poröser Keramik ermöglicht es, die Vorteile natürlicher Materialien einfach und modular in den urbanen Alltag zu integrieren.

Product Development of a Biodegradable Slope Tile

Das Forschungsprojekt bei Omlab entwickelt ein nachhaltiges, erosionverhinderndes Produkt aus einem innovativen, 3D-druckbaren Material. Es kombiniert ökologische Verantwortung mit gestalterischer Freiheit und erforscht wirtschaftlich tragfähige Produktionsmethoden. Parametrisches Design optimiert Materialeinsatz und Anpassungsfähigkeit. Die Biomerge Tiles verbessern Bodenqualität und Biodiversität, sind ästhetisch anspruchsvoll und marktfähig in Nischenbereichen wie der Landschaftsarchitektur.

høj

Mein Projektentwurf für einen höhenvariablen Kinder- und Jugendschreibtisch hat die Intention, für Kinder und Jugendliche einen gefassten Rückzugs- und Konzentrationsort im Gefüge familiärer Wohnverhältnisse, sozusagen einen Freiraum im Raum, zu gestalten. Zunächst ermöglicht das Möbelstück sowohl ein problemloses „Mitwachsen“ des Schreibtischs als auch dem Wunsch nach wechselnden Nutzerpositionen, wie man es spontan für kreatives Arbeiten, Lernen, Lesen und Mediengebrauch benötigt – ein konträr zu den gängigen technischen Prinzipien der Höhenverstellung entwickelter Lösungsansatz ohne Strom und Pneumatik.

Der hier vorgestellte Entwurf „høj“ (hoch) hebt und senkt sich mittels eines zur Tischplatte ausgewogenen Gegengewichtes in den Zahnrädern. Die konzentrisch und linear geführten Hebeachsen können somit leicht den Tisch stufenlos in der Höhe anpassen und arretiert werden. Die Konstruktionsästhetik und das inszenierte mechanische Hebeprinzip wurden bewusst eingesetzt.

A slight glitch.

Irgendwann tauchen sie in jedem System auf: kleine Bruchstellen, Einschnitte, Lücken. Der Zwischenraum, der das Fortlaufende aussetzen lässt. Durchweg sind wir damit beschäftigt, diese Risse zu flicken, damit kein Chaos ausbricht. Doch warum vernichten wir eine Kraft, die so groß ist, dass sie uns (zer)stört? Was passiert, wenn wir anfangen, Risse aufzureißen? Wenn wir aufbrechen, Muster durchbrechen, ent-decken und erkennen, dass der Moment des Nichts der aktivste ist, die Stille am lautesten schreit und Weiß am buntesten knallt?

Ein Widerstand gegen die Kontinuität. Ein Moment der Reflexion. Eine Chance für Veränderung. Eine Unterbrechung.

Standard, Non-Standard

Beim Spazierengehen in Berlin sieht man häufig weggeworfene Möbel, meist billige Massenware. Kein Wunder also, dass in der EU jedes Jahr 10 Millionen Tonnen Möbel auf Deponien landen. Mein Projekt untersucht Kreislaufwirtschaft, indem Holzabfälle in Möbelstücke verwandelt werden. Dabei werden ausrangierte Materialien wiederverwendet, anstatt auf neue Ressourcen zurückzugreifen. Jeder Hocker spiegelt die Vielfalt des in Containern gefundenen Holzes wider und folgt dennoch vorab entworfenen Schablonen. So entsteht Möbel, das sich zwischen Massenproduktion und Einzelstück bewegt und ein standardisiertes System nutzt, das sich an unregelmäßige Materialien anpasst. Ich habe Keilstifte verwendet, die durch Druck funktionieren, sodass sich die Möbel ohne Schrauben oder Klebstoff leicht zerlegen und reparieren lassen. Bricht ein Teil, kann es anhand digital gespeicherter Vorlagen ersetzt werden. Mit dem Shaper Tool (tragbare CNC) und einem von mir entwickelten Grasshopper-Skript wurden die Verbindungen in die unregelmäßigen Holzstücke gefräst. Dieses Werkzeug reduzierte außerdem den Bedarf an zusätzlicher Werkstattausrüstung und vereinfachte den Prozess.

KIO – Ein Kistenordnungssystem

KIO ist ein Projekt, welches auf die negativen Auswirkungen von Unordnung am Arbeitsplatz reagiert. Mein Lösungsvorschlag ist ein modulares Ordnungssystem.
Es besteht aus Kisten in unterschiedlichen Höhen. Diese lassen sich umwandeln in Schubladen. Besonders ist die Möglichkeit, die Kisten flexibel transportieren zu können, sowohl innerhalb des Raumes als auch über weitere Strecken hinweg. Funktionieren tut dies mit Hilfe eines Rollbrettes oder eines Tragegurts, der an den Griffen der Kisten befestigt werden kann.
Durch verschiedene Farben entsteht die Möglichkeit, seine Sachen nach außen hin sichtbar zu unterteilen.
Um den Innenraum der Kisten ebenfalls flexibel zu organisieren, gibt es verschiedene Einlegeböden und Trennwände. Diese geben jedem Gegenstand einen festen Platz und garantieren einen guten Überblick, wodurch das Aufräumen schneller geht und Doppelkäufe vermieden werden können.
KIO passt sich den Bedürfnissen des Nutzers und der individuellen Vorstellung von Ordnung an.

Inspiration Capsule: Igniting Passion for Life

Dieses Projekt stellt einen innovativen Kapsel-Verkaufsautomaten vor, der der städtischen Monotonie und digitalen Erschöpfung entgegenwirken soll, indem er reale Erkundungen und sinnvolle Verbindungen fördert. Der Automat kann in verschiedenen Städten eingesetzt werden und bietet Kapseln mit lokal angepassten Inhalten wie Erkundungskarten und Aktivitätspässen. Am Beispiel von Barcelona wurde eine Karte erstellt, die orientalische Kulturelemente zeigt und zu neuen Entdeckungen anregt.

Frisbee Table Collection

The Frisbee Table Collection is designed for today’s agile work environments, rethinking the traditional office desk through a modular, flexible system. Power access is integrated from the start, with customizable options that support various tabletops and layouts. It provides reliable, versatile workpoints suited to evolving spatial needs.

As work grows less tied to fixed locations, offices must adapt. Modern spaces must meet both digital and physical demands, offering setups that support choice and change. Flexibility today means more than movability — it’s about responsiveness. With hybrid models on the rise, versatile solutions are key.

Frisbee is based on simple geometry — points, lines, and planes — with the Power Column at its core. The Table Leg and Trestle enable various surfaces and setups. On top, the elevated Frisbee Island acts as an interactive touchpoint, with removable elements that let users shape their environment — promoting participation and personalization.