Die Verpackung von Lebensmitteln für eine klimagerechte und ressourcenleichte Gesellschaft

Die Arbeit handelt von Lebensmittelverpackungen und deren ökologischen Auswirkungen auf die Umwelt. Sie stellt eine Art Masterplan dar, welcher die Komplexität der Problematik greifbar machen soll, Zusammenhänge verdeutlichen und Gestaltungsansätze bieten.
Die enormen Mengen an Verpackungen führen in dieser Konsum- und Wegwerfgesellschaft zu massiven Umweltproblemen. Wertvolle Ressourcen werden rasant und verschwenderisch verbraucht – und dies entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Zu Zeiten der Klimakrise wird umso deutlicher, dass dringend eine Transformation des Verpackungssystems stattfinden muss und damit auch der Gestaltung. Denn letztere hat grundlegenden Einfluss auf die späteren Auswirkungen von Produkten und sollte daher den Fokus bei der Gestaltung vor allem auf die Nachhaltigkeit legen. Die Hauptaspekte stellen das Vermeiden, Verringern und Verändern von Verpackungen und deren Herstellungs- sowie Umgangsweise dar – es geht um Unverpackt, Mehrweg und Wiederverwertung.

tubbies – record weight

Das Schallplattengewicht ist ein klassisches Nischenprodukt. Bei der Produktreihe „tubbies“ wird dem Objekt mit Hilfe von Gestaltung eine neue Funktion verliehen. Die Rotation des Plattenspielers wird aufgegriffen und in den dreidimensionalen Raum geholt. Der rein technische Nutzen eines herkömmlichen Schallplattengewichts wird so durch eine performende visuelle Komponente ergänzt. Es sind mehrere Varianten entstanden, welche mit optischen Täuschungen in der Bewegung und im skulpturalen Bild spielen. Sie ergänzen das Ritual des Schallplattenspielers und bereiten Freude und Faszination in der Nutzung. So entsteht eine visuelle Wahrnehmung beim Abspielen der Platten. Um dem Produkt in der technischen Funktion noch zu verbessern, wurde ein 7Inch Puck integriert, welcher sich einfach durch eine magnetische Verbindung aus dem Inneren des Objekt trennen und wieder zusammenführen lässt. Gestalterisch sind Gewicht und Puck optisch ergänzend und bilden ein stimmiges Schallplatten-Equipment.

Impactful Design

Design ist eine der wirksamsten Lösungsmethoden, die die Menschheit kennt, denn sie beruht auf Empathie und dem Verständnis für Menschen. Ein gutes Design führt immer zu einer Lösung. Diese Lösungsmethode kann unbegrenzte Wirkungen erzielen, daher sollten Organisationen gerade jetzt in Design investieren!

In diesem Buch werde ich meine Erfahrungen mit bewährten Methoden zur Messung des Business Value von Design zusammenfassen. Gemeinsam entdecken wir, wie Design-orientierte Organisationen Design zu ihrem Vorteil nutzen, wie man den wirtschaftlichen und den nicht-wirtschaftlichen Einfluss von Design auf Unternehmen messen, verfolgen und entschlüsseln kann. Schließlich werden Sie erfahren, was ein/e Designer*in braucht, um für eine Zukunft mit Impactful Design gerüstet zu sein.

Impactful Design ist ein Buch, das sich an mittelständische Unternehmen und junge Designer richtet. Dieses Buch soll eine leicht verdauliche und fundierte Erklärung dafür liefern, was es bedeutet, Design impactful anzuwenden.

Möglichkeitsräume einer Utopie

Vaery ist ein modulares Raumsystem, welches simpel durch Steckverbindungen, ohne Schrauben und Werkzeuge auf- und abgebaut werden kann. Das Möbelbausystem kann zum Bau von Raumtrennern, Regalen, Tischen, Garderoben und Bänken in verschiedenen Breiten und Höhen verwendet werden. Geeignet für Start-ups, Pop-up-Stores sowie den privaten Wohnraum. Die Distribution erfolgt zusätzlich über ein Leasingmodell. Somit erleichtert das System etwaige Umzüge und ermöglicht eine flexible Lebensgestaltung.
Die Modulteile können bei Bedarf einzelnen ausgetauscht werden. Man kann das Möbelbausystem unkompliziert umgestalten, ohne die restlichen Teile entsorgen zu müssen. Das System ist unendlich erweiterbar und passt sich den individuellen Begebenheiten flexible an, somit ist es langlebig und kann sich auf Veränderungen im Nutzerverhalten adäquat anpassen. Das Leasingmodell nimmt einem gleichzeitig die Last des Besitzens und ermöglicht es einem, die Modulteile wieder abholen zu lassen.

neue Urne

Wenn wir uns der Frage nach der Zukunft unseres politischen Lebens stellen, müssen wir uns auch darüber Gedanken machen, welche Verantwortung wir mit der Entwicklung und Ausführung von demokratischen Prozessen tragen. Die „Neue Urne“ ist meine gestalterische Weiterentwicklung des vernachlässigten gesellschaftlichen und demokratischen Symbols der Wahlurne. Sie soll die Aufmerksamkeit sowohl auf politische Partizipation als auch auf die praktischen Prozesse der Wahl lenken. Dabei war es mir besonders wichtig ein Objekt mit Wiedererkennungswert und ästhetischer Qualität zu schaffen, welches den Werten der Demokratie Ausdruck verleiht, ohne eine politische Gesinnung zu präferieren. Transluzenz ist gerade deshalb eines der zentralen Gestaltungselemente meines Entwurfs. Neben ihrer rituellen Aufgabe löst mein Entwurf auch praktische Probleme des Wahlgeschehens, die bisher vernachlässigt wurden. Sicherheit und eine intuitive Handhabe waren dabei von zentraler Bedeutung.

the irresistible illusion of finding a solution

Die Mehrzahl der für den Infrastrukturausbau verwendeten Materialien sind nicht-regenerative Zuschlagstoffe, deren Gewinnungsmethoden, Handel und Verarbeitung in unterschiedlichem Maße politische, ökologische und soziale Spannungen verursachen. Eine Möglichkeit für innovative Verfahren zum gegenseitigen Nutzen bietet das einbeziehen lebender Organismen in den Designprozess. In dieser Materialstudie wurden lokale Abfallströme anhand von mikrobakterieller Mineralisierung verfestigt und als eine Alternative zu Beton in die Kreislaufwirtschaft zurückgeführt, um somit Ressourcen zu schonen und irreversible Auswirkungen zu minimieren. Designen mit lebender Materie ist gleichbedeutend mit dem Entwerfen mit Ungewissheiten. Es ist eine fortwährende Forschung nach zukünftigen Szenarien. Es ist eine ständige Lernkurve. Alle Schwierigkeiten gehören zum Prozess, denn sie sind der Ausgangspunkt, von dem aus auf Lösungen komplexer Probleme in zusammenhängenden Systemen erarbeitet werden.

HUDDLE

Huddle ist ein Möbelset für Büro- und Coworking-Spaces, das den Anwendern eine leicht anpassbare Lösung sowohl für die individuelle als auch für die kollaborative Arbeit bietet.

Das Set besteht aus einem Schreibtisch und einem Regal, das als Ablage und Stehtisch dient. Beide Elemente haben hohe Rückenrahmen für die Montage von Akustikplatten, die sich nahtlos in die Metallstruktur einfügen. Diese Kombination des horizontalen Raums mit einer vertikalen Fläche erhöht neben der Maximierung der verfügbaren Arbeitsfläche den Komfort des Benutzers, indem sie Privatsphäre in einem offenen Raum bietet.

Der industrielle Charakter der Werkstatteinrichtungen wird durch langlebige Materialien in einer modernen Ästhetik referenziert. Huddle-Möbel eignen sich nicht nur für Werkstätten oder Büroräume, sondern können auch als Basis für die gemeinsame Arbeit verschiedener Haushaltsmitglieder dienen – eine „Arbeitszone“, die in den Rest des Interieurs zu Hause integriert ist.

Divided by Design

Gender und Design sind immer präsent und doch fällt es schwer, sich bewusst und konkret damit auseinanderzusetzen. Gender, und damit Genderungerechtigkeit, ist im Design nicht zwangsläufig augenfällig zu erkennen und es bedarf Wissen sowohl über Gender als auch über Design, um sich diesem Thema zu nähern. Basierend auf den Schwierigkeiten, denen Gestalter*innen gegenüberstehen, wenn sie Gender im Design erkennen bzw. geschlechtergerecht gestalten wollen, benötigt es Lösungen, um einen Einstieg und Bildungsmöglichkeiten in dieses Thema zu erhalten. Gerade junge Designer*innen sind, in einer Gesellschaft, die sich potentiell von alten Geschlechterbildern lösen will, gefragt, Gender im Design neu zu verhandeln. Sie tragen in dieser Hinsicht eine Verantwortung, der Kombination von Geschlecht und Gestaltung Wichtigkeit zu verleihen und Gendergerechtigkeit als Ansatz langfristig in ihre Praxis einzubauen. Die Website dividedbydesign.de soll dafür ein niedrigschwelliges Bildungsangebot sein.

Raumgestalten

Hans Gugelot mit dem System M125, Fritz Haller mit USM Haller und das aktuellere System 180 haben es geschafft, zu ihrer Zeit hochmoderne Möbelsysteme zu entwickeln. Doch sind diese Systeme heute noch zeitgemäß? Ein immer größer werdendes Verlangen der Gesellschaft nach Individualismus und Nachhaltigkeit, verschiebt den Fokus auch in der Gestaltung. Heute stellen wir uns mit Hilfe von Online-Konfiguratoren individuelle Möbel zusammen und geben ihnen somit ein Stück unserer Identität. Doch diese Individualität findet ihre Grenzen in den Konfiguratoren.
Was geschieht, wenn wir den Nutzern die Möglichkeit geben, Ihre Ideen selbst zu verwirklichen? Die Problemstelle bei der Entwicklung eines guten Möbelsystems sind Ihre Verbindungspunkte und somit auch ihr höchstes Gut. Hier möchte ich mit der Fragestellung ansetzen, wie ein nachhaltiges Möbelsystem der Zukunft, welches primär aus einem Verbindungselement besteht, gestaltet werden kann.

Designing Utopia

Zukunftsforschung und Design – zwei Disziplinen, die in ihren Zielen nicht weit voneinander entfernt sind, zwei Themenfelder, deren Parallelen nicht deutlicher sein könnten und ein Ansatz der zur heutigen Zeit nicht relevanter sein könnte. Wie der ehemalige Bundeskanzler Willy Brandt schon sagte: „Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten.“ Diese Aufgabe fällt mehr und mehr Designer*innen in die Hände. Mittlerweile fließen diese beiden Kompetenzfelder in vielen Bereichen schon ineinander ein, doch profitieren sie ausreichend voneinander? In dieser Masterarbeit wurde untersucht, wie zwei Disziplinen voneinander profitieren und gemeinsam neue Werkzeuge schaffen können.