COBOT

Das intelligente Assistenzsystem CoBot soll künftig Chirurg*innen bei roboterassistierten Eingriffen im Operationssaal unterstützen und dadurch die Präzision und Qualität dieser Eingriffe weiter verbessern. Anhand der Rektumresektion, einer komplexen, häufig bei Darmkrebs durchgeführten Operation, wird ein KI-basiertes System entwickelt, welches phasenspezifisch Strukturen erkennt und bedarfsgerecht relevante Informationen während der Operation in Echtzeit visualisiert. Das Touch User Interface als Schnittstelle zwischen KI und Operateur*in ermöglicht die dynamische Anzeige organischer Strukturen und Präparationsschichten sowie eine unmittelbare, sichere Bedienung durch eindeutige Interaktionsflächen für die Anpassung des Systems. Neben der Bedienbarkeit wurden bei der Entwicklung des Interfaces Aspekte der Akzeptanz und des Vertrauens in geschlossene, selbstagierende Systeme beachtet, um eine bestmögliche Unterstützung der Chirurg*innen bei der präzisen Arbeit im OP zu erreichen.

fensterGRÜN

fensterGRÜN soll es bestehender Architektur ermöglichen, an ihrer Außenhaut, dem Gesamtsystem Stadt, förderliche Funktionen an zu bringen. Durch Wasserrückhaltung nach Extremwetterereignissen und der Nutzung des Regenwassers wird die Kanalisation entlastet und Kühlungsprozesse in verdichteten Räumen ermöglicht, sowie ein Bindeglied für Biotope geschaffen. Die Struktur ist modular, reparierbar und mit nachwachsenden Rohstoffen gestaltet, sodass regionale und zirkuläre Produktion gefördert wird.

fensterGRÜN schont mit seiner minimalen Verankerung im Fensterrahmen der klassischen Lochfassade, die Baustruktur und ermöglicht die Installation ohne aufwändige Hebebühnen oder Krananlagen. Lokale Handwerksbetriebe sollen nach einer Schulung diese selbständig installieren können. Durch die Öffnung des Raums und der Pflege der Bepflanzung, wird die Koexistenz des öffentlichen und privaten Raums gefördert.

Cloud.Biome

Frische Kräuter gehören in jede Küche. Sie sind lecker, gesund und geben jedem Gericht das gewisse Etwas. Doch selbst Kräutertöpfe, die beim Einkauf noch frisch und grün wirken, welken in der eigenen Küche nach wenigen Tagen.
Ein innovatives Bewässerungsverfahren nutzt die Kraft des Nebels, Schnittkräutern neue Wurzeln wachsen zu lassen. Durch die so anhaltende Frische macht Cloud.Biome Kräuter alltagstauglich. Dabei tritt die technische Komplexität in den Hingergrund, und lädt durch das elegante Interaktionsdesign zur Nutzung der Kräuter ein. Vom Einstecken der Pflanzen über die Reinigung bis zum Nachfüllen von Wasser ist jeder Schritt zielgerichtet entworfen. Das durchsichtige Wassergefäß lässt den Füllstand erkennen und zugleich faszinierende Reflexionen auf der Tischoberfläche spielen. Beim Bestücken werden Nutzer*innen zu Gestalter*innen der eigenen Kräutervielfalt.
Durch die Symbiose aus Technik, Natur und Mensch bringt Cloud.Biome das Ambiente frischer Kräuter in jede Küche.

COOP

Automatisierung ist auf dem Vormarsch in der Landwirtschaft. Jedoch bleiben viele Fragen auf den immer größer werdenden Druck des Klimawandels auch durch den Einsatz von Robotern unbeantwortet. Eine höhere Technologisierung und Isolation von einzelnen Prozessen durch die Automatisierung rückt meist direkt oder indirekt von ökologisch- und sozial-nachhaltigen Zielen ab.
Diese Arbeit ist eine Auseinandersetzung mit zukunftsfähigen landwirtschaftlichen Prozessen mit dem Fokus der Bodengesundheit und der Regeneration des Ökosystems. Das mobile Stallkonzept Coop erschließt somit ein neues Gebiet der Robotik. Die mobile autonome Haltung von Legehennen und Mastgeflügel dient nicht als Ersatz von Arbeitskräften sondern als aktiver Enabler positiver Synergieeffekte auf dem Feld. Das Ergebnis ist ein Produkt welches ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit vereint.

Ouroboros

„Ouroboros“ ist ein digitales Tool zum Entwickeln von Produkten, die mit großen Düsen 3-D gedruckt werden. Um die beim Ab- und Ansetzen entstehenden unordentlichen Oberflächen zu vermeiden, werden mit Hilfe von Ouroboros alle Druckpfade zu einem Großen verbunden. Wie beim Haus vom Nikolaus kann so in einem Zug gedruckt werden. Daraus resultieren 5-mal kürzere Druckzeiten und eine schöne, gleichmäßige Oberfläche mit einer besonderen Textur und Haptik. Das macht den 3-D-Drucker zu einem praktikablen Werkzeug für die Kleinserienproduktion. Ein erstes Produkt ist eine Standgarderobe.
Dass dezentrale Produktion gesellschaftliche Relevanz hat, hat sich Anfang 2020 gezeigt. Damals konnte ich wegen meines Geschwindigkeitsvorteils über 500 Faceshields spenden.
Ouroboros ist in Grasshopper, einer visuellen Programmierschnittstelle für das CAD-Programm Rhino, implementiert. So ist der gesamte Workflow vom Entwurf bis zum Druckcode alles direkt aus Rhino heraus möglich.

Spuren Folgen / Traces and Consequences

Die Website “Spuren Folgen” untersucht das Phänomen Produkttransparenz als dringendes Tätigkeits- und Forschungsfeld für visuelle Gestaltung.
Wie transparent kann ein Produkt sein? Wie viele Informationen kann man über einen Gegenstand sammeln und welche visuellen Strategien eignen sich um Transparenz durch Kommunikation zu erzeugen?
Am Beispiel eines Paars Schuhe wird ein “deep mapping” vorgenommen, indem die Produktionsprozesse beobachtet, der Schuh in Einzelteile zerlegt, die Materialien zurückverfolgt und über sein Lebensende spekuliert wird. In Form einer Website wird eine digitale Repräsentation des Schuhs erstellt, die seine wirtschaftliche, ökologische und soziale Tragweite entfaltet.

Alexa allein Zuhaus / Alexa alone at home

Die Diplomarbeit „Alexa allein Zuhaus“ setzt sich mit der Forschungsfrage „Kommt das Smart Home dem Versprechen von Sicherheit nach?“ auseinander. Dabei wird sich dem Begriff der Sicherheit auf den Ebenen von Einbruch, Schmutz und häuslicher Gewalt im Kontext des Zuhauses genähert. Das Ergebnis der Arbeit ist die These der „Sicherheit Plus“, welche eine Erweiterung des Verständnisses von Sicherheit im Bezug auf Smart Home um Macht, Privatsphäre, Cyberkriminalität, Schmutz und Bedienung fordert. Um die Digitalität des Themas aufzugreifen, wurde die Theoriearbeit als Webseite programmiert. Diese ist unter www.alexaalleinzuhaus.de zu finden.

Athena

Athena ist ein Service der digitalen Zugang zu Kunst und ­Kultur ­ermöglicht. Mit ihm können Kulturinhalte aus verschiedenen ­Bereichen in den eigenen vier Wänden oder Unterwegs ­aufgerufen werden. So können via Smart TV Bilder und Videos aus interessanten Themengebieten angeschaut, virtuell an Live Events teilgenommen und Ausstellungen in VR begangen werden. Mit der Mobile App können neue Orte durch Audioguides erkundet sowie AR Touren und Inhalte innerhalb einer Einrichtung genutzt werden. Der Plattformeigene Bildungsbereich hilft Wissenslücken zu füllen und das Gesamtangebot zu ergänzen.

POTTED

POTTED ist eine Reihe von Einrichtungsgegenständen auf der Basis von Pflanzentöpfen.
Durch die neuartige Kombination von Pflanzen und Möbeln möchte ich Möglichkeiten schaffen, sich die Natur in den Innenraum zurückzuholen und von ihren funktionalen Eigenschaften zu nutzen. Ein Blumentopf kann somit als Tischbasis dienen oder als Sitzgelegenheit fungieren.
Die Möbel sind so konstruiert, dass sie jederzeit verbunden und gelöst werden können, sodass Pflanzen ausgetauscht werden können, ohne sie zu beschädigen.
Die Bank besteht aus geraden und bogenförmigen Modulen, die jeweils 1/6 eines Kreises abdecken. Die Enden werden zusammengeschoben und rasten sicher am Pflanztopf ein. Dies ermöglicht einen vielseitigen Einsatz und eine freie (Um-)Anordnung der Pflanzen, klein im privaten oder groß im öffentlichen Raum.
Die Tische sind in zwei verschiedenen Größen erhältlich.
Minimalster Materialaufwand bei 100% Recyclefähigkeit und Fertigung mit nachhaltigem Fichtenholz und Terracotta.

Vacui

Vacui ist ein intuitives Vakuumiersystem, dass die Haltbarmachung von Lebensmitteln zu einem festen Bestandteil des Alltags macht. Mit Vacui lassen sich Mehrwegbehälter verschiedener Größen und Verschlusstechniken bequem vakuumieren ohne dabei auf Plastik angewiesen zu sein. Ein wichtiges Merkmal ist die Modularitaet. Durch die Verwendungen verschiedener Hauben schaffen sich die Nutzer*innen eine Vakuumkammer, die je nach belieben klein oder groß ausfallen kann. Das System kommt ganz ohne Knöpfe aus und muss lediglich mit einer Handbewegung aktiviert werden. Der Vakuumierprozess läuft völlig autonom ab und endet automatisch bei einem erreichtem Vakuum. Dadurch verlängert sich die Haltbarkeit und Konsistenz der Lebensmittel und unnötige Abfälle werden verhindert.