elements

elements ist eine modulare Küche, die auf den Prinzipien des Universellen Designs beruht und damit auch von Menschen benutzt werden kann, die Schwierigkeiten haben eine standardisierte Küche zu benutzen. Sie besteht aus einem Basismodul, das mit Schubladen bestückt werden kann, und einem Schrank mit eingebautem Paternostersystem. Über ein Gurtband an der Vorderseite des Schrankes können die Regalfächer herbeigeholt werden. Dadurch wird die Nutzung von anderweitig unzugänglichem Stauraum ermöglicht. Die Arbeitsflächen korrespondieren mit den drei Tätigkeiten: Waschen, Zubereiten und Kochen. Das gesamte Küchensystem ist in U-Profile an der Wand eingehängt.
elements bleibt auch nach dem Aufbau flexibel. Arbeitshöhen können verändert und angepasst werden, Freiräume geschaffen und bei wachsenden Bedürfnissen kann elements horizontal und vertikal erweitert werden. Ein System das leicht Änderungen ermöglicht, mitwächst und individualisierbar ist und somit von jedem benutzt werden kann.

Pella „besser verbrennen” / Pella „burn better”

Fazit der theoretischen Auseinandersetzung ist im Grunde der Schluss, dass ein Produkt von der Zeit in sofern abhängt, wie der Nutzen für das es gedacht ist. Dieser Nutzen ist wiederum von der Aktualität des damit verbundenden Ziels abhängig. Wenn also ein Produkt als zeitlos empfunden werden soll, ist es somit unabdinglich, dass das damit verbundene Ziel für den Menschen unabkömmlich ist. Und schon immer für ihn aktuell ist und sein wird. Fakt ist nur der Mensch hat Grundbedürfnisse, die so alt sind wie die Menschheit selbst. Der Mensch hat je Region andere Bräuche/ Riten entwickelt, um diese Bedürfnisse zu stillen. Was allerdings global überall gleich ist, dass der Mensch Nahrung braucht und diese, seit dem frühen Entwicklungsschritt durch das Feuer, mit Kochen bekömmlicher macht. Somit ist klar für mich, dass ich für das Thema Zeitlos ein Produktthema wähle, was für alle Menschen dieser Welt relevant ist.

WATERepublic – Public Water

Das Konzept WATERepublic verwandelt unser bestehendes Hydrantennetz in Wasserstellen für das öffentliche Leben. Menschen und Tiere haben jederzeit Zugang zu frischem Trinkwasser und für Veranstaltungen wie Wochenmärkte und Straßenfeste können, mit Hilfe einer App, Wasseranschlüsse gemietet werden. Das steigert die Lebensqualität in unseren Städten und macht leere Plätze zu Versammlungsorten. Grünflächenämter und Bürger*innen, die sich an der Pflege des Stadtgrüns beteiligen wollen, haben ebenfalls immer Zugang zu Wasser. Das schützt unser Stadtklima, fördert die Partizipation und stärkt das Gemeinschaftsgefühl. Das Grauwasser wird gesammelt und zu nahe gelegenen Grünflächen geleitet. Das aufwändige Installieren von Standrohren bzw. der Plastik- und CO2-intensive Transport von Flaschenwasser dagegen entfällt.

If I had a body

Mit dem Projekt „if I had a body“ wird die soziale Rolle des Sprachdialogsystems in Frage gestellt. Dazu werden aus Daten der synthetischen Stimme Formen generiert mithilfe eines parametrischen Designprozess. Diese Formen können als Lautsprecher dienen. Je nach Stimme verändert sich die Form. So steht die Frage im Fokus: Welche Auswirkung hat die Gestaltung eines Sprachdialogsystems auf unsere Kommunikation mit der Technologie?
Sprachdialogsysteme nehmen durch die Möglichkeit der verbalen Interaktion einen Platz in unserem sozialen Umfeld ein. Durch die Möglichkeit der verbalen Interaktion werden unwillkürlich soziale Verhaltensweisen in uns angeregt und gesellschaftlich etablierte Reaktionen  werden auf die Maschine angewendet. Durch eine neue Gestaltung wird Raum geschaffen für eine Auseinandersetzung über die Diskrepanz von Maschine und dessen Vermenschlichung.

Spree&Berlin

Im Kontext der Klimakrise und des einhergehenden gesellschaftlichen Wandels erforscht das Projekt die Beziehung zwischen Berlin und der Spree, dem urbanen Raum, den Bürgern und dem Gewässer. Wie kann dem Fluss eine eigene „politische“ Stimme gegeben werden. Was kann dazu beitragen, mehr Bewusstsein für die Spree und über den Einfluss des Menschen zu schaffen? Mithilfe der in dem Projekt entwickelten Boje macht das Gewässer auf gegebene Verschmutzungen aufmerksam. Digitale Werkzeuge und Medien wie Messgeräte und App erfassen den Ist-Zustand des Flusses und vermitteln diesen den Bürger*innen auf zugängliche Weise. Auch werden spannende geschichtliche und aktuelle Beiträge rund um das Thema kommuniziert. In den heißen Sommermonaten pumpt die Boje zudem Sauerstoff in den Fluss und versorgt die Spree und ihre Lebewesen damit. Der planet-zentrierte Ansatz bietet eine holistische und “grüne” Lösung für die verschiedenen Probleme und sorgt für eine gesündere Balance zwischen den Involvierten.

regrowth

“regrowth” untersucht die Verbindung zwischen computational Design und der Verwendung von Restmaterialien der Holzindustrie. Holz wird in seiner natürlich entstandenen Form betrachtet, anstatt den Werkstoff als lineare, standardisierte und endlose Einheit zu sehen. Die gewachsenen Geometrien werden studiert und analysiert, um ihre formalen und konstruktiven Eigenschaften zu nutzen. Durch die Verwendung von digitalen Fertigungsmethoden und computational Tools entsteht ein dynamisches System, welches auf die sich ständig wechselnden Anforderungen des Materials reagiert.
Aus diesem System entstehen zwei Ansätze, die jeweils ein Extrem im Umgang mit Restholz repräsentieren. Einmal die Nutzung ganzer Äste und zum anderen der Neuaufbau feiner Partikel-Sägemehl. Diese zeigen im Zusammenspiel von Algorithmen und natürlichen Formen, Möglichkeiten auf, wie bestehende Potentiale von Holzressourcen genutzt werden können und sich als neue gestalterische Qualitäten in den Möbelentwürfen zeige

Alps Hammock

In der Natur zu sein ist ein Einzigartiges und Erfüllendes Erlebnis. Neue Gipfel zu besteigen, neue Landschaften zu entdecken oder durch den nahen Wald zu spazieren. Jede/r bildet sich ein einzigartiges Abenteuer, auf einem eigenen Maßstab. In der Natur zu schlafen ermöglicht es, das Abenteuer weiterzuführen, länger draußen zu bleiben und neue Orte zu entdecken die bisher unerreichbar waren. Es entfalten sich eine neue Reihe von Ereignissen, die die Erfahrung entfächern und ergänzen.

Der Alps Hammock ist ein Hängemattensystem, das entwickelt wurde, um hervorragenden Schutz vor Wind und Regen zu bieten, während es leicht, kompakt und einfach aufzustellen ist. Es ist konzipiert um langlebig und leicht zu reparieren ist. Für sicherere und längere Abenteuer in den Bergen.

Last Mile Pullit

Beim Transport von Hilfsgütern im humanitären Bereich, sind Lufttransporte und Spezialfahrzeuge wie Sherp kostenintensiv und nicht so weit verbreitet wie nötig. Pullit ist ein geländegängiger Palettenanhänger für die letzte Meile. Die Palette wird den Transfer von Gütern zwischen verschiedenen Transportmethoden erleichtern, um die effektivste und effizienteste Methode zu wählen, trotz der Unsicherheit über die Beschaffenheit der Route, da die neue Palette unerwartete Szenarien überwinden kann, indem sie als Anhänger von allen möglichen lokalen Lösungen gezogen wird, z. B. von einem Boot, einem Tier oder einem Motorrad, da diese den Vorteil haben, flexibler zu sein und den Geldkreislauf bei den Bedürftigen zu halten, anstatt das Geld an Transportunternehmen zu geben.

Journey through Jerusalem

“Journey through Jerusalem” ist ein individueller CNC-getufteter Teppich, der auf GPS-Daten basiert, welche ich während meines Auslandsaufenthalts in Jerusalem gesammelt habe. Über 2,8 Mio. Datenpunkte repräsentieren meine täglichen Bewegungen innerhalb der Stadt von Dez. 2019 – Jan. 2020. Ich filterte die Rohdaten und identifizierte Hot Spots, wie meinen Wohnort, die Uni oder Lieblingsorte, und übersetzte sie parametrisch in ein Muster.
Der Teppich steht stellvertretend für meine These über individualisierte Designobjekte, die unsere Fast-Fashion-Gesellschaft überflüssig machen könnten, da wir uns mit ihnen stärker identifizieren und eine starke emotionale Bindung aufbauen. Das Theorem basiert auf den technologischen Möglichkeiten von Industrie 4.0 und setzt die Möglichkeit eines nachhaltigen Bewusstseinswandels in Bezug auf Produktherstellung und Konsum um.

AVA

AVA ist ein ressourcensparender Wasserhahn für öffentliche Sanitäranlagen mit dem Ziel Wasserkonsum und Wasserverschmutzung sichtbar zu machen. Es ist ein eingeschlossenes System zum Händewaschen und besteht aus einem Waschbecken, Wasserhahn und Seifenspender. Der durchsichtige Wasserhahn enthält 500 ml Wasser, was zugleich die Menge Wasser entspricht, die beim Händewaschen benötigt wird. Der Wasserhahn füllt sich nach jeder Nutzung automatisch neu. Der/dem Nutzer*in wird vor Augen geführt, wie schnell der Wasserstand sinkt. Nachdem die erste Menge Wasser gespendet wurde, wird das Wasser gestoppt und Seife wird gespendet. Erst 30 Sekunden später wird das restliche Wasser gespendet. Zugleich soll einem klar werden, dass während dem Einseifen der Hände kein Wasser benötigt wird und dass das fließen lassen des Wassers, einen Ausgangspunkt der Wasserverschwendung darstellt. Zum Schluss wird das verschmutzte Wasser in dem Waschbecken gesammelt.