From A to B

Unsere Städte sind im Wandel hin zu klimafreundlichen lebenswerten Orten. Dies bedarf neuer Formen sozial gerechter und ökologischer Mobilität. Mit OTO haben wir ein elektrisches Kleinfahrzeug spezifisch für die Nutzung mit Sharing-Plattformen entworfen. Die zentrale Idee war ein für alle zugängliches, sicheres, günstiges und agiles Mobilitätsmittel. OTO schließt Lücken im städtischen Mobilitätsnetz und ermöglicht Bürger*innen die Ersparnis des privaten PKWs. OTO ist leicht, sparsam und lädt sich selbst über Sonnenenergie auf. OTO bringt Passagiere sicher, trocken und komfortabel ans Ziel. Große Scheiben und eine aufrechte Sitzposition ermöglichen ein weites Sichtfeld und Kommunikation auf Augenhöhe. OTOs geringe Masse und eine der Stadt angemessene Antriebsleistung machen den Verkehr sicherer. Das Dienstleistungskonzept sieht die Einrichtung von Mobilitätsstationen an Quartiersrändern vor: In den Quartieren können Flächen entsiegelt werden und es entsteht neuer Raum für Begegnung.

HOLO Group Dynamic

HOLO Group Dynamic misst die soziale Dynamik einer Gruppe anhand von ‘ehrlichen Signalen’ und gibt den Teilnehmer*innen Echtzeit-Feedback. Das Ziel dabei ist, die soziale Intelligenz der Gruppe zu stärken.
Das HOLO Badge basiert auf dem ‘Soziometer’, welches von Dr. Sandy Pentland am MIT Human Dynamics Lab entwickelt wurde. Es liefert zum ersten Mal Daten über bisher unmessbare Interaktionen und Werte. Anhand der dazugehörigen App kann nachvollzogen werden, welche Art der Interaktion für den Teamspirit und die Effizienz der Gruppe hilfreich ist. So kann soziale Intelligenz trainiert werden, in der Hoffnung, die Zusammenarbeit nachhaltig zu stärken.
Vermutlich jede*r kennt Situationen, in welchen eigene Ideen zurückgehalten wurden, aus Unsicherheit, ob sie gut ankommen. In der Summe ist das viel verlorenes Ideen-Potential. Das HOLO Badge könnte dies ändern, und Psychologische Sicherheit und soziale Intelligenz zum Alltagsgespräch machen.

BIONT

BIONT ist eine alternative Währung für Waldökosysteme, die den Wald als aktiven Akteur in das Eigentumsmodell integriert. Ein nachhaltiger Token ermöglicht ein geteiltes Eigentumsmodell, welches an ständige ökologische Verbesserungen der Biodiversität und Bodenqualität geknüpft ist. Crowdfunding finanziert die von lokalen Forstbetrieben ausgeführten Maßnahmen in einem wechselseitigen Finanzsystem, so dass gesunde Wälder auch für zukünftige Generationen möglichst erhalten bleiben.

MateriaLab

MateriaLab ist ein System von Experimentierkästen zum Thema Abfall und Recycling. Es bietet Kindern die Möglichkeit, verschiedene Recycling- und Abfallprozesse selbst durchzuführen. Unterstützend zum konventionellen Unterricht in der Grundschule eingesetzt, soll es die Theorie erfahrbar machen. Das so erzeugte größere Bewusstsein für den Wert von Abfall und führt zu einer verantwortungsbewussten Erzeugung wie auch Entledigung von diesem. Das System besteht aus vier Holzkisten: Die Inhalte der Papier-und der Kunststoff-Kiste ermöglichen es, Recyclingprozesse mit speziell Werkzeugen durchzuführen und kleine Scheiben aus Wertstoffen zu erzeugen. Im Biokunststoff-Experiment wird ebenfalls eine solche Scheibe aus einem Stärke-basierten Biokunststoff hergestellt. Im Biomüll-Experiment werden die Proben mithilfe von Würmern in einem zweimonatigen Langzeitversuch auf ihre Haltbarkeit getestet. Die produzierten Scheiben können als Bausteine oder als Erinnerungsmedaille verwendet werden.

Gestaltung für urbane Wälder / Design for urban forests

‘Gestaltung für urbane Wälder’ untersucht, wie künstliche ‘Urwälder’ in Städten entstehen und gestaltet werden können. Bäume werden hier meist individualistisch und als Zierde behandelt, wodurch ihnen der Schutz, Nährstoffe, Platz und das Mikroklima des Waldes fehlen. In der `Betonwüste´ Stadt leiden die Bäume und sterben schneller ab, als sie nachgepflanzt werden können. Doch gerade Stadtbäume sind aktuell und in der Zukunft für alle Stadtbewohnenden notwendig, um die Folgen der Klimakrise wie extreme Hitze und Starkregen abzumildern. Das entwickelte Konzept skizziert Möglichkeiten der Verortung, Umsetzung, Finanzierung, Partizipation und der interspezifischen Interaktion. Zudem wurde eine Toolbox an Gestaltungsprinzipien entwickelt, die zum Schutz des Waldgefüges eine Spanne zwischen Abgrenzung und Offenheit aufmachen. Diese wurden exemplarisch auf drei kulturell verschiedene Orte angewendet. Insgesamt wurde eine Perspektive für permeable Räume der Koexistenz eröffnet.

Kreativraum Im Raum

Welche Sinne & Reize werden im Freien angesprochen bzgl. kreativem und konzentriertem Arbeiten? Wie lassen sich diese Eigenschaften in geschlossene Räume übertragen? Was sind die Anforderungen an temporäre Arbeitsräume? Wie sieht ein flexibles, langlebiges, funktionales Konzept dafür aus? Tageslicht und unsere Umgebung beeinflussen uns. Mit dem modularen „Kreativraum im Raum System“ lassen sich für jedes Team in jeder Umgebung individuell anpassbare Projektarbeitsbereiche schaffen. Die umklappbaren „Flip“ Module und die LED Wall „Move“ unterstützen agile Teams in allen Prozessschritten. Jedes “Flip” dient als Kreativarbeitsfläche und unterstreicht von der anderen Moos- oder Filzseite, die natürliche, am Tagesverlauf orientierte Licht- & Umgebungswirkung, die von der LED-Wall erzeugt wird. „Move“ kann mit smarter Steuerung und individuell anwählbar die Phasen Konzentration, Kommunikation, Kreativität und Regeneration begleiten.

https://projekte.g.hawk.de/projekt/5f2d054b453da

der Fixateur / the Fixateur

Das Projekt untersucht Arbeit, Ressourcenfragen und den Wert von unbrauchbarem Zeug prozesshaft in Form eines fiktiven Berufsbildes.
Mit standardisierten Arbeitsabläufen und Einheitslösungen stellt der Fixateur den Gebrauchswert kaputter Möbel wieder her. Dafür verwendet er Fixaturen, die wie bei Knochenbrüchen beschädigte Stellen stabilisieren.
Das Verfassen von Anamnese- und Operationsberichten fordert eine individuelle Auseinandersetzung mit beschädigten Möbeln aller Art trotz professioneller Gleichgültigkeit ein.
Der Fixateur ist ein Experiment – der Versuch, berufliche Autorität und Selbstverständnis sowie empfundene Verantwortung zu erfinden.

SELF-CARE

Das Konzept der SELF-CARE besteht aus einem Bündel, welches die Selbstuntersuchung der Brust als Brustkrebsvorsorge für junge Frauen interessanter gestalten soll. Sinn und Zweck des Bündels ist es, eine eigentlich medizinische Untersuchung in eine intime Erfahrung zu verwandeln. Das Bündel beinhaltet ein Aufklärungsheft, ein Klebetattoo für die Brust und einen Kalender. Das Heft gibt den Nutzerinnen spielerisch Informationen und Anleitung über die einzelnen Schritte der SELF-CARE, sowie Aufklärung über die Anatomie der weiblichen Brust. Das Klebetattoo gibt den Nutzerinnen einen Einstieg und Unterstützung in das Abtasten. In den Kalender können mögliche Auffälligkeiten der Brust eingetragen werden, um sie anschließend mit der/dem Arzt/-in zu besprechen. Durch dieses Konzept kann jede Frau einen entscheidenden Beitrag für die Gesundheit ihrer Brüste selbst in die Hand nehmen, ihre wunderbare Funktionen entdecken und sie ein Stück weit besser kennen und lieben lernen.

Empowerment von Frauen am Beispiel Südafrika

Die Menstruation und sexuelle Aufklärung sind in Südafrika nach wie vor Tabuthemen. Das vorliegende Konzept wurde zusammen mit Frauen, die Zuflucht in Frauenhäusern in Südafrika suchten, im Rahmen von vier Workshops erarbeitet und bietet die Möglichkeit einer leicht verständlichen Aufklärung zum Menstruationszyklus für Frauen und Mädchen. Die Aufklärung erfolgt anhand verschiedener Elemente: 1. durch die Integration eines Designworkshops als festen Bestandteil des Bildungsprogramms von Frauenhäusern in Südafrika, 2. mit Hilfe eines analogen Zykluskalenders für Frauen sowie 3. mit einem Kinderbuch für Mädchen. Ziel ist es, dass sich Frauen und Mädchen in ihrem eigenen Körper sicher fühlen können, wenn sie es schon nicht in ihrem eigenen Umfeld tun können. Denn aufgrund der politischen Situation und dem fehlenden Respekt gegenüber dem weiblichen Geschlecht ist die Sicherheit von Frauen dort nicht gewährleistet.

Die Verpackung von Lebensmitteln für eine klimagerechte und ressourcenleichte Gesellschaft

Die Arbeit handelt von Lebensmittelverpackungen und deren ökologischen Auswirkungen auf die Umwelt. Sie stellt eine Art Masterplan dar, welcher die Komplexität der Problematik greifbar machen soll, Zusammenhänge verdeutlichen und Gestaltungsansätze bieten.
Die enormen Mengen an Verpackungen führen in dieser Konsum- und Wegwerfgesellschaft zu massiven Umweltproblemen. Wertvolle Ressourcen werden rasant und verschwenderisch verbraucht – und dies entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Zu Zeiten der Klimakrise wird umso deutlicher, dass dringend eine Transformation des Verpackungssystems stattfinden muss und damit auch der Gestaltung. Denn letztere hat grundlegenden Einfluss auf die späteren Auswirkungen von Produkten und sollte daher den Fokus bei der Gestaltung vor allem auf die Nachhaltigkeit legen. Die Hauptaspekte stellen das Vermeiden, Verringern und Verändern von Verpackungen und deren Herstellungs- sowie Umgangsweise dar – es geht um Unverpackt, Mehrweg und Wiederverwertung.