Kunstgewerbemuseum

Über das Kunstgewerbemuseum

Das Berliner Kunstgewerbemuseum ist das älteste in Deutschland und feierte 2017 sein 150jähriges Jubiläum. Dank seiner umfangreichen und herausragenden Sammlungsbestände, die vom Mittelalter bis zur Gegenwart reichen, gehört es zu den weltweit führenden Häusern für Angewandte Kunst, Mode und Design. Es blickt auf eine äußerst wechselvolle Geschichte zurück, in deren Verlauf sich das Museum mit seinen Sammlungen an unterschiedlichen Standorten mehrfach neu positionieren musste.

Es blickt auf eine äußerst wechselvolle Geschichte zurück, in deren Verlauf sich das Museum mit seinen Sammlungen an unterschiedlichen Standorten mehrfach neu positionieren musste.

Heute besitzt das Kunstgewerbemuseum zwei Dependancen: In Schloss Köpenik werden seit 2004 in der Dauerausstellung einzigartige Werke der Raumkunst aus Renaissance, Barock und Rokoko präsentiert. Bereits 1985 bezog das Kunstgewerbemuseum das von Rolf Gutbrod eigens für die vielschichtigen Sammlungen entworfene Haus am Kulturforum. Das Museum ist als „gebaute Landschaft“ gedacht und nimmt Bezug auf den benachbarten Tiergarten. Es empfängt den Besucher mit einem offenen Treppenhaus und großzügigen Ausstellungsräumen, die auf unterschiedlichen Ebenen angelegt sind.

Innovativ war und ist die bereits im Grundriss angedachte parallele Präsentation von Schlüsselwerken und Studiensammlung. Seit der partiellen Umgestaltung durch das Architekturbüro Kühn Malvezzi von 2012 bis 2014 besitzt das Kunstgewerbemuseum eine prominente Modegalerie und gilt damit als wichtiges Referenzmuseum für Modeschaffende aus aller Welt.

In diesem Zuge wurde auch die Designabteilung sowie der Jugendstil und Art Deco neu eingerichtet. Die nächste Etappe der sukzessiven Neueinrichtung betrifft die Mittelalterabteilung. Für die Neupräsentation der weltweit einzigartigen Sammlungen konnte das Architekturbüro Duncan McCauley gewonnen werden. Parallel positioniert sich das Kunstgewerbemuseum mit neuen Sonderausstellungen Food Revolution.

Gestaltung für die Gesellschaft von Morgen oder Connecting Afro Futures. Fashion x Hair x Design als Inkubator für einen kritischen Designdiskurs. In verschiedenen Formaten der Intervention wie Design Views, Design Lab und Design Talks knüpft es an die innovative Gründungsmission der Kunstgewerbemuseen im 19. Jahrhundert an, untersucht und hinterfragt die Bedeutung dieser Häuser in den aktuellen Fragen zur Gestaltung unserer Lebenswelten und verantwortungsvollem Konsum.

Warum unterstützt das Kunstgewerbemuseum die GDG?

Designer*innen haben einen großen Einfluss auf die Gestaltung unserer Lebenswelten, insofern ist ihre Ausbildung extrem wichtig. Kunstgewerbemuseen hatten früher großen Anteil an der Ausbildung der Gestalter, denn jedes dieser Häuser hatte eine eigene Schule. So ist die heutige Universität der Künste aus der Kunstgewerbeschule des Berliner Kunstgewerbemuseums hervorgegangen. Auf diese ursprüngliche Mission sollten wir uns wieder zurückbesinnen. Im Zuge der Neuausrichtung des KGM erscheint es daher naheliegend, der Pionierausgabe der GBG eine Plattform bereit zu stellen. Das besondere an der Berliner Präsentation wird sein, dass wir die Masterprojekte der Studierenden mit den Exponaten der Dauerausstellung in einen direkten Dialog stellen.

Kunstgewerbemuseum – Staatliche Museen zu Berlin

Matthäikirchplatz
10785 Berlin

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