Jungfrungatan 62I

Name/n Absolvent*innen:

Pascal Hübel

2026

Kurzbeschreibung

„Unsere Flucht gestaltete sich vergleichsweise glücklich, es gab viel, viel schlimmere Schicksale. Und darüber waren wir sehr glücklich. Erwartet also keine Schauergeschichten.“

In meinem 15-minütigen Film sprechen Eva und Dieter, Geschwister meines Opas, über ihre Flucht im Winter 1945 aus Schlesien nach Würzburg. Eindrücklich schildern sie ihre Gedanken zu einer Zeit voller Brüche, Ziellosigkeit und neuer Zuversicht.

Bei – 21 Grad bricht die Familie mit sechs Kindern in Heydebreck auf, weil die Rote Armee näherrückt. Drei Monate in Atzbach sind geprägt von Hunger, Luftangriffen und provisorischen Unterkünften. Doch eines wird trotz allem Erlebten deutlich: Die zähe Kraft von Zusammenhalt und Gemeinschaft lässt auch an Gutes erinnern. Für mich wurde dieses Projekt zu Gesprächen über das Verlieren und Finden von Zugehörigkeit und die Frage, wer wir sind, wenn uns für immer unser Zuhause genommen wird. Mein Ansatz: Ruhige, nahe Bilder und Stimmen als Erinnerungsträger.