HOLD

Der moderne Mensch verbringt immer mehr Zeit vor dem Bildschirm. Wir sind immer eingeschaltet, immer erreichbar, immer up-to-date. HOLD gibt dir eine haptische Pause von der visuellen Reizüberflutung der digitalen Welt. Einen analogen Moment des Begreifens. Inspiration findet das Projekt in dem Gedanken der traditionellen Teezeremonie. HOLD soll motivieren, sich Zeit zu nehmen, anzuhalten und sich zu entspannen. Durch die Konzentration auf die Handhabung werden neue Erfahrungen geschaffen, die taktile Wahrnehmung wird geübt und die unbewusste, alltägliche Handlung des Trinkens fokussiert. In seiner skulpturalen Erscheinung findet das Porzellanset seinen Platz neben dem Computerbildschirm auf dem Arbeitstisch.

HOLD besteht aus einem Porzellanset aus Kanne, Tasse und Untertasse und einer textilen Unterlage aus Seide. Auf der digitalen Ebene fungiert die HOLD-App als Wecker, der nach einer selbstbestimmten Zeit an eine Pause erinnert.

Social Design Tragödie

Die „Social Design Tragödie“ ist eine Bühne für Prozesse. Angefangene, gescheiterte, aber auch erfolgreiche Projekte werden hier in einem Klettergerüst, welches den Ablauf der aristotelischen Tragödie in Diagrammform darstellt, von den Protagonist*innen der Projekte nachempfunden. Zu kurz geratende Recherche, zu viele Ideen, wenig Umsetzungszeit oder auch die im Mittelpunkt stehende Präsentation eines Projektes wird hier im Klettergerüst gemeinsam, performativ evaluiert.

baco

baco ist ein mobiler, faltbarer Hocker für den Klassenraum, der flexibles Sitzen in verschiedenen Positionen ermöglicht und die soziale Interaktion der Kinder anregt. In der Klassengemeinschaft entfaltet baco seine Lebendigkeit und verwandelt sich im gemeinsamen Spiel vom Hocker zur Raupe. Durch den Schließmechanismus an seiner Unterseite erhält er seinen Lerncharakter und fördert die motorischen Fähigkeiten der Kinder. baco ist als Möbel für den offenen, modernen Lernraum der Zukunft konzipiert.

Smart Tights für Schlaganfallpatienten

Das Nxti-System wurde für Schlaganfallpatient*innen, die an Hemiplegie leiden, entwickelt. Der Textilmuskel stürzt die Muskeln der unteren Extremität, da die Hauptmuskeln des Unterkörpers von einem Textilmuskel stürzt sind, können die Patient*innen in der richtigen Haltung bleiben und sich rehabilitieren. Die Sensoren sind sorgfältig im Kleidungsstück platziert. Dank einer Vielzahl von Sensoren, die direkt die elektrische Aktivität aufzeichnen, die von den sich bewegenden Muskeln erzeugt wird, können die Patient*innen auch ihre Muskelanstrengung, den Muskelaufbau und die Muskelermüdung verfolgen. Außerdem werden die Vibrationsmotoren neben den Sensoren eingesetzt, welche vibrieren, wenn der*die Nutzer*in mit seinem*ihrem Körpergewicht zu lange eine Seite belastet. Außerdem soll dem*der Benutzer*in gezeigt werden, wo er*sie sich konzentrieren und welche Muskeln aktivieren soll. Die Daten werden via Bluetooth an das Handy des/der Nutzers/Nutzerin geschickt.

Patientenorientiertes Redesign des Spekulums/ Patient oriented redesign of the speculum

In dieser Arbeit beschäftige ich mich damit, wie die regelmäßige gynäkologische Vorsorgeuntersuchung zu einem patientenorientierten, physisch wie emotional positiven Erlebnis werden könnte. Durch die Neugestaltung eines der wohl wichtigsten gynäkologischen Instrumente – dem Spekulum – möchte ich eine Aufklärung und Partizipation der Patient*innen in die Untersuchung etablieren, sowie das weibliche Sexualorgan/Geschlecht enttabuisieren. Ich stelle den gesamten Kontext der Untersuchung in Frage und zeige auf, dass Gestaltung über die reine Formgebung hinausgehen und ganze Systeme/Interaktionen beeinflussen kann.

programmable matter

programmable matter ist ein Forschungsprojekt auf dem Gebiet des 4D Drucks. Die Untersuchung intelligenter Materialien und Formgedächtnispolymeren resultiert in innovativen Methoden zur Schaffung funktionaler Oberflächen und zur Replikation der Natur durch 4D Druck. 4D Druck ermöglicht 3D Drucke aus intelligenten Materialien zu programmieren, sodass sie sich mit der Zeit in eine vordefinierte Form oder Struktur transformieren. Dieses Forschungsprojekt präsentiert die zukünftige Konstruktion und Herstellung langlebiger, flexibler und anpassungsfähiger Produkte, die auf sich stetig verändernde menschliche, ökonomische und wirtschaftliche Bedingungen dynamisch reagieren können. Das Konzept kann auf Geometrie, Körper und Wesens eines Produkts angewendet werden und die Evolution ganzer Produkte ins Leben rufen.

da tudo.

Diese Arbeit mit dem Namen „da tudo.“ ist eine praxisbasierte Materialforschung mit dem Fokus auf dem gemachten Erlebnis und der resultierenden Erfahrung. Im Design sind es vor allem die Produktgestallterinnen und Produktgestalter, die begonnen haben nach neuen Materialien und Anwendungen zu suchen. Dabei entstehen ebenso neue praxisbasierte Gestaltungs- und Arbeitsprozesse, die den Designenden neue Forschungsmethoden ermöglichen, in denen es nicht unbedingt darum geht eine bestehende These zu beweisen, sondern das Suchende den Prozess bestimmen darf. Daraus können mehrere Antworten resultieren, die Alternativen aufzeigen können. Dieser Materialresearch ist inspiriert von dem Entstehungsgedanken des in Portugal traditionellem Kunsthandwerks des Korbflechtens. Im Fokus stand die Verwendung von lokalem und pflanzlichem Material, um unteranderem Designmodelle wie Regeneratives und Zirkuläres Design einfach zu integrieren und die eigene Handlungsfähigkeit möglichst unabhängig zu erproben.

SONOFLEX

„Sonoflex“ ist eine duale Ultraschallsonde, die mobil wie stationär einsetzbar ist. Die medizinische Versorgung in strukturschwachen Regionen ist unter anderem durch die langen Wegstrecken eine große Herausforderung für eine schnelle medizinische Diagnosestellung. Sie ist aber gerade für Erkrankungen der inneren Organe von sehr großer Bedeutung, denn die Diagnosestellung bei Krankheiten der inneren Organe und deren Vorbeugung wird primär durch die diagnostische Bildgebung mithilfe von Ultraschalltechnologie gewährleistet. Für eine herkömmliche Ultraschalluntersuchung in der inneren Medizin werden hauptsächlich die drei Sondentypen Linear-, Sektor- und Konvexscanner benutzt.
Mit der dualen Ultraschallsonde sind diese drei Typen in einem Produkt vereint. Dies vereinfacht und beschleunigt den Diagnoseprozess stark, da ein Wechsel auf eine andere Sondenform nicht mehr nötig ist. Zukünftig wird es mit der dualen Ultraschallsonde auch möglich sein, automatisierte Diagnosen anzubieten.

Cyclist – Das Pandemie Leihfahrrad / Cyclist – The Pandemie Sharing Bike

Das Konzept Cyclist versteht das Serviceangebot der Leihfahrrad-Anbieter neu und kommuniziert die Hygiene und Wertigkeit der Räder. Die Servicestruktur besteht aus zwei neuen Stationen, in denen die Räder instand gehalten und gereinigt werden. Diese Servicevorstellung bringt einen neunen Leihfahrradtypus mit sich. Durch ein intelligentes Gewebe auf dem Sattel und den Griffen wird der Hygienestatus grafisch vermittelt. Die Reinigung und Frische der Räder wird dadurch sofort erfahrbar.
Um die Langlebigkeit der Leihräder zu gewährleisten, wird der Service durch die Verwendung von hochwertigen Komponenten, wie dem Riemenantrieb, oder dem Titanrahmen unterstützt. Diese machen die Räder nicht nur beständig sondern auch leichtgängig.
Die verbesserten Eigenschaften der Cyclist-Räder sollen die Attraktivität und damit die Begeisterung für Leihfahrräder steigern, um ihre prozentuale Nutzung zu erhöhen und eine gesunde und nachhaltige Mobilität in den Städten zu bewirken.

Playspace

Mit Playspace wird der urbane Raum spielerisch. Das Set besteht aus sieben verschiedenen Modulen, die an städtischen Stahlrohrpfosten montiert werden können, um bislang funktional bestimmte Orte als Spiel-Räume neu zu denken. Leuchtende Farben und eindeutige Formen laden Vorbeilaufende ein, ihr Fahrrad aufzuhängen, zu verweilen, mit Kreide zu malen, zu schaukeln, einen Ball ins Tor zu schießen oder vielleicht sogar eine eigene Hängematte aufzuhängen. Nach einer unkomplizierten Montage können die Module am Pfosten frei bewegt, fixiert oder eingeklappt werden, um unterschiedlichen Wünschen und Bedürfnissen gerecht zu werden. So können Spiel und Begegnungen entstehen, wo vorher nur ein Halteverbotsschild war.