„drip-colors and concrete“ ist ein Dokumentarfilm, der eine persönliche und authentische Reise zeigt, die aus der Ich-Perspektive erzählt wird. Tom nimmt die Zuschauenden mit auf eine aufregende und unerwartete Route durch den Mittleren Osten, über den Balkan zurück nach Hause.
Dabei dokumentiert er nicht nur seine Erlebnisse, sondern hinterlässt auch in jedem Land seine künstlerischen Spuren. Der Film ist rau und spontan und fängt die Energie und Vielfalt der Street Art in einer Weise ein, die selten zu sehen ist.
„drip-colors and concrete“ zeigt die Herausforderungen und Freuden des künstlerischen Schaffens unter wechselnden politischen und sozialen Bedingungen und bietet eine ungefilterte Sicht auf die Länder und Menschen, denen Tom auf seiner Reise begegnet ist.
Kategorie: mixed
TIME CAPTURE
TIME CAPTURE ist eine Zeitkapsel für das Jetzt. Ein subjektives Spiegelbild unserer Gegenwart inmitten von Krisen, Pandemien, Kriegen und einem weltweiten Rechtsruck. Die Arbeit thematisiert das Leben im ständigen Wandel und macht spürbar, wie allgegenwärtig Zukunftsängste geworden sind. Herzstück ist ein Editorial, das Perspektiven ganz unterschiedlicher Menschen versammelt und zukunftsrelevante Themen aufgreift – mal humorvoll, mal ernst, oft direkt hintereinander.
Ergänzt wird das Projekt durch einen Audioplayer, einen Schuber, der als Exponat agiert, und eine Zeitkapsel-Box. TIME CAPTURE regt dazu an, über die Zukunft nachzudenken. Denn die Zukunft müssen wir nicht nur abwarten, sondern aktiv mitgestalten, denn sie ist kein fernes Ereignis, sondern Ergebnis unserer heutigen Entscheidungen.
Jöklar
Dieses Projekt untersucht die Symbolbildung durch Assoziationen, die die Beziehung zwischen Objekt und Mensch beeinflussen und emotionale Bindungen zu Objekten fördern. Ziel ist es, Natur durch Assoziationen in gestaltete Objekte zu übersetzen, da diese helfen, komplexe Umweltinformationen schneller zu erfassen.
Inspiriert von Gletschern als dynamischen Systemen, in denen alle Aggregatzustände von Wasser koexistieren, werden die Eigenschaften des Wassers visualisiert. Material, Form und Licht fungieren als Träger von Assoziationen und machen die charakteristischen Eigenschaften des Wassers durch ihr Zusammenspiel erfahrbar. Materialien werden als eigenständige Informationsträger betrachtet, die in einen aktiven Dialog mit ihrer Umgebung und den Nutzer*innen treten.
Gletscher haben eine besondere Beziehung zum Menschen als Süßwasserreservoir, Sonnenlichtreflektoren und einzigartige Ökosysteme. Das Projekt integriert die Natur harmonisch in Wohnräume und schafft eine inspirierende Dimension in der Beziehung zwischen Mensch und Objekt.
*flora
*flora ist ein multimediales Gestaltkonzept, das medizinische, gesellschaftliche und emotionale Aspekte rund um Stillen, Beikost und Mutterschaft vereint. Herzstück ist eine Box mit drei informativen Booklets, einem Journal und einem Kartenset. Die Booklets liefern fundiertes Wissen ab der Schwangerschaft und unterstützen praktisch in der Stillzeit. Ziel ist eine kompakte, gezielte Wissensvermittlung zur emotionalen Vorbereitung und zum frühzeitigen Erkennen sowie Bewältigen möglicher Hürden. Das Journal dient als persönlicher Begleiter zum Festhalten von Gedanken und Meilensteinen. Das interaktive Kartenset und eine begleitende Social-Media-Kampagne fördern Aufklärung und gesellschaftlichen Austausch, entkräften Mythen und stärken ein realistisches Bild des Stillens. *flora bestärkt Mütter darin, ihren individuellen Stillweg selbstbewusst, informiert und bedürfnisorientiert zu gestalten.
Maglis
Maglis – Schmuck, der wirkt
Maglis ist eine Schmuckkollektion für neurodiverse* und neurotypische Menschen, die Design mit Funktion verbindet. Unsere Stücke unterstützen im Alltag durch Bewegung, Akupressur und Sensorik – unauffällig, ästhetisch und wirksam.
Die Gestaltung basiert auf fundierter Recherche, Usertests und Expertengesprächen. Therapeutische Ansätze wie Ergotherapie, Reflexzonen-Stimulation und Gewichtseinsatz flossen in das Design ein. So fördern unsere Produkte Konzentration, reduzieren Unruhe und bieten stressabbauende Alternativen.
Die Kollektion umfasst Puzzle-, Druck-, Akupressur- und Bewegungsringe, ein variables Armband sowie einen modernen, gewichteten Kragen.
Maglis zeigt: therapeutische Funktion kann stilvoll sein.
neurodivers: umfasst z. B. AD(H)S, Autismus, LRS, Dyskalkulie – ein „anderes Normal“.
YOM
YOM ist ein spekulatives Designprojekt, das sich kritisch mit dem Einfluss von Individualisierung auf die zukünftige Esskultur auseinandersetzt. Im Zentrum steht der personalisierende Automat „YOM“, der mithilfe gesammelter Daten individuelle Nährstoffkombinationen erstellt. Dabei hinterfragt das Projekt, ob die zunehmende Tendenz zur Personalisierung die soziale und kulturelle Bedeutung des gemeinsamen Essens verdrängt. Der Automat arbeitet nach dem Motto „Du isst, was du bist“ und veranschaulicht die Verschmelzung von Technologie und menschlichen Bedürfnissen. Visuell unterstützt wird dies durch ein Typo-Tool, das die Personalisierung durch individuell angepasste Schriftbilder verdeutlicht. Die Verpackungsgestaltung spiegelt die Vielfalt der Bedürfnisse wider. Durch das futuristische Food-Design hinterfragt YOM die Grenzen zwischen Natürlichkeit und Technologie und regt zur Reflexion über die gesellschaftlichen Auswirkungen von Individualisierung im Ernährungsalltag an.
Supa Sauna
Die Supa Sauna ist ein mobiler, öffentlicher Rückzugsort im urbanen Raum, der Erholung, Gemeinschaft und sozialen Austausch fördert. Sie entstand im Rahmen eines Wettbewerbs der Bundesstiftung Baukultur zur autofreien Stadt der Zukunft und stellt die Frage: Was tun mit Parkplätzen? An wechselnden Standorten in Berlin lädt die Supa Sauna dazu ein, öffentliche Räume neu zu denken. Öffentliche Bäder spielten historisch wie heute eine zentrale Rolle in Städten – als Orte der Hygiene, des sozialen Austauschs und der Teilhabe. An diese Tradition knüpft die Supa Sauna an und schafft eine niedrigschwellige, inklusive Plattform für verschiedene Bevölkerungsgruppen. Das Projekt verbindet Forschung zu öffentlichem Raum, Eigentum und sozialer Interaktion mit einem konkreten, sinnlichen Erlebnis von Gemeinschaft und Stadtraum.
Archivisk
Archivisk ist ein System zum Coworking für Designschaffende.
Im Produkt- und Industriedesign entstehen viele Objekte in Zwischenschritten. Für Coworking im digitalen Design gibt es Tools wie Miro oder GitHub. Für physische Arbeit fehlt Vergleichbares: Dokumentation, Archivierung und das Teilen sind oft auf viele einzelne Programme oder Orte verteilt und nicht mit Digitalem kombinierbar.
Archivisk ist Open Source und kombiniert ein modulares Schranksystem mit einem Plugin für die Notiz-App Obsidian. Das physische Archiv basiert auf dem Zettelkastenprinzip, ist erweiterbar und funktioniert auch alleinstehend. Das Plugin ermöglicht digitale Dokumentation, Verlinkung und eine reduzierte Oberfläche für Designprozesse. Beide Komponenten lassen sich unabhängig oder zusammen nutzen. Jeder Gegenstand, jedes Material oder jede Idee erhält eine eindeutige Nummer, die analog wie digital zugeordnet wird. So entsteht ein vernetztes, durchsuchbares Archiv, das auf Github geteilt werden kann.
DIGIT
DIGIT ist eine Open-Source-Fingerprothese, die kostengünstig hergestellt und individuell angepasst werden kann. Sie ist stabil, leicht und so konzipiert, dass sie sich einfach nachbauen lässt. Nutzer*innen können ihre Prothese nach eigenen Wünschen und funktionalen Anforderungen zusammenstellen – zu Hause, in Makerspaces oder offenen Werkstätten. Ziel ist es, die Handprothesenversorgung für Menschen weltweit zugänglicher zu machen und die Prothese nicht nur als Ersatz, sondern die entstandene Lücke als Chance für neue Funktionalität zu begreifen. Über die zugehörige Website und Open-Source-Plattformen sind die Baupläne frei verfügbar. Ein Forum ermöglicht den Austausch mit der Community, beispielsweise mit erfahrenen Prothetiker*innen oder um Aufträge zur Herstellung der Prothese zu vergeben. Durch die aktive Beteiligung der Nutzer*innen werden Entwürfe stetig weiterentwickelt und durch neue Ideen und Add-ons ergänzt.
beam – laser light
Das Fahrradfahren wird als nachhaltige Fortbewegungsart immer beliebter. Insbesondere seit Beginn der Corona-Pandemie und dem Blick auf die angestrebte Verkehrswende rückt das Fahrrad immer stärker in den Fokus. Dennoch fühlen sich viele Personen im Straßenverkehr unsicher und sehen davon ab, auf das Fahrrad umzusteigen. Daher befasst sich diese Arbeit damit, wie ein neues Produktkonzept aussehen kann, das die Sicherheit für Radfahrende maßgeblich verbessert. Die Antwort soll das Konzept „Beam – Laser Light“ liefern. „Beam“ ist ein festinstallierter Frontscheinwerfer für das Fahrrad. Anhand des verbauten Lasers, wird ein Muster vor die radfahrende Person projiziert. Die Projektion soll Radfahrer*innen im Straßenverkehr sichtbarer machen und helfen die Aufmerksamkeit anderer Verkehrsteilnehmer*innen zu gewinnen. Anhand dieses Konzeptes wird die Kommunikation mit anderen Verkehrsteilnehmenden verbessert, um Unfälle zu vermeiden und das Radfahren als sichere Art der Fortbewegung zu fördern.