Das Sammeln gehört zu den ältesten Praktiken des Menschen. Sammlungen bewahren Erinnerungen und sind Ausdruck individueller wie kollektiver Identität. Mit der Digitalisierung existieren Sammlungen zunehmend in digitaler Form. Dadurch verändern sich die Bedingungen, unter denen Sammlungen existieren: das Streaming verändert zum Beispiel bisher bestehende Besitzverhältnisse, Algorithmen beeinflussen Auswahl und Geschmacksbildung, und stetig wachsende Datenmengen führen bei vielen Nutzern durch Überforderung zu digitalem Horten.
Die Masterarbeit untersucht den Wandel der Praktiken des Ansammelns, Aufbewahrens, Kuratierens, Teilens und Löschens im digitalen Zeitalter. Ausgehend von Alltags-Phänomenen im Umgang mit privaten digitalen Sammlungen wie Fotos, Musik, Kommunikation und Gaming werden diese Veränderungen beobachtet und eingeordnet. Ziel der Arbeit ist es, einen kulturellen Referenzrahmen zu entwickeln und daraus relevante Handlungs- und Gestaltungsfelder für das Design abzuleiten.
Diese Website benutzt Cookies. Wenn du die Website weiter nutzt, gehen wir von deinem Einverständnis aus.