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Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin

Die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin ist mit knapp 14.000 Studierenden die größte Berliner Hochschule für angewandte Wissenschaften und nutzt die Vielfalt ihrer mehr als 70 Studiengänge in den Bereichen Technik, Informatik, Wirtschaft, Recht, Kultur und Gestaltung für eine vernetzte Zusammenarbeit. Lehre und Forschung sind für die HTW Berlin Kernaufgabe und Schlüsselfaktor für den Erfolg. Die Lehrenden der HTW Berlin bringen ihre Expertise und Kontakte in jährlich mehr als 150 thematisch weitgefächerte Drittmittelvorhaben ein, die in der Regel im Verbund mit Partnern aus der Wirtschaft durchgeführt werden. Besonders ausgeprägt sind die Kompetenzen der HTW Berlin in den Bereichen „Digitalisierung“ und „Kreativwirtschaft“.

Industriedesign an der HTW

Der BA-Studiengang Industrial Design an der HTW Berlin thematisiert den gesamten Gestaltungsprozess moderner industrieller Produkte und Systeme – von der ersten Idee bis zur technischen Umsetzung und der Rückführung in den Stoffkreislauf. Die beiden Schwerpunkte Universal Design und Sustainability verzahnen sich im gesamten Ablauf des Industrial Design Studiums im Fachbereich Gestaltung und Kultur. 

Ein ausgezeichnetes Basisstudium mit gestalterischen, theoretischen und technischen Grundlagen schafft die Voraussetzung für komplexe Themenstellungen im Projektstudium, welche vielfach in Kooperation mit Partnern aus Wirtschaft, Gesellschaft, Politik und anderen Forschungseinrichtungen erfolgen. Durch die praxisorientierten Studieninhalte und Forschungskooperationen zu aktuellen ökologischen, gesellschaftlichen und technologischen Themen wird der experimentelle Rahmen für eigene Fragestellungen in den Abschlussarbeiten geschaffen. 

Der MA-Studiengang System Design erweitert das Bachelorstudium Industrial Design und stellt die Gestaltung von Systemen, Systemzusammenhängen, Prozessen und Dienstleistungen in den Mittelpunkt. Ziel ist es Studierende zu befähigen, die dynamische Entwicklung komplexer Probleme in einem interkulturellen Kontext zu erkennen und strategische Lösungen zu entwickeln, sowie zur Folgeabschätzung zu befähigen. 

GDG – Einreichungen

Mehr zu den Projekten auf der Graduates Plattform

2021
Riccardo Falletta
Tim Schütze
Jonas Kathan
Abdelrahman Ibrahim
Christopher Purbst
Jasmin Plankensteiner
Gregor Jahner
Julia Kubitzki
Anne Bansen
Lena Jacobi
Tien Han Haung
Maria Soravito de Franceschi
Max Hausmann
Viktoriya Grozeva
Lioba Rubik
Philip Potthast
Eileen Lampert
Sophie Dilg & Michael Brummer
Lucas Neira
Nadja Skorov

School Profile Projects

Lena Jacobi / Letzter Abschied

In Katastrophenszenarien geht es vorrangig um die Rettung von Menschenleben. Ein Thema, das bei der Planung und Durchführung von Hilfseinsätzen nicht viel Beachtung erfährt, ist der ­Umgang mit ­Verstorbenen. Würde und Pietät haben bei diesen herausfordernden Szenarien einen geringen Stellenwert. Trauerarbeit und die Bedürfnisse Hinterbliebener finden selten Beachtung. Anstelle von Zeremonien erfolgt eine Entsorgung. Die genutzten Leichensäcke entsprechen überdimensionierten Müllbeuteln.

Dies führt nicht nur zu unnötigen Konflikten zwischen Helfern und der betroffenen Bevölkerung, sondern der fehlende, letzte Abschied stört, kulturübergreifend, den Trauerprozess von ­Angehörigen massiv.

Diese Arbeit befasst sich mit dem gesamten Ablauf der Bestattung auch unter widrigsten Bedingungen im Katastrophenfall wie z.B. einer Epidemie mit hochinfektiösen Krankheiten unter Beachtung kultureller, sozialer, hygienischer und ökologischer Gesichtspunkte.

Entstanden ist ein umfassendes Konzept für eine pietätvolle Abschiednahme im Katastrophenfall.

Betreuung: Prof. Sebastian Feucht

Lucas Balcilar / Prothese 2.0

Die Prothese 2.0 ist der Entwurf eines intelligenten Prothesen Konzepts. Sie untersucht die Möglichkeiten der Implementierung intelligenter Technologien und aktueller Forschungsergebnisse in eine Unterarmprothese. Dabei stehen die Identifikation mit der Prothese und deren intuitive Nutzung im Fokus.

Elektrische Prothesen werden durch Muskelsignale gesteuert. In der Regel können die Nutzer so drei verschiedene Signale an die Prothese geben. Ein Problem dieser Konstellation ist die Auswahl des benötigten Grifftypen. Konventionelle Prothese können zwischen 14 und 36 verschiedene Griffarten ausführen. Durch die begrenzte Anzahl der Muskelsignale, muss der Nutzer also aufwendig zwischen vielen verschiedenen Griffen hin und her Schalten, bis der gewünschte Griff ausgewählt ist. 

Um die Steuerung intuitiver zu gestalten, nutzt die Prothese 2.0 eine automatisierte Griffauswahl. Dazu analysiert eine Kamera im Handgelenk, die Form des Objekts, nach welchem der Nutzer greifen will. Durch maschinelles Sehen errechnet die Prothese, welcher Griff zur Form des Objekts passt, und wählt diesen aus. Der Nutzer muss dadurch lediglich das Signal zum Zugreifen geben, die aufwendige Auswahl des Griffs bleibt ihm erspart.

Des Weiteren geben die meisten aktuellen Prothesen Modelle kein sensorisches Feedback. Dadurch erleben viele Nutzer ihre Prothese als Fremdkörper und können sich nicht mit ihr identifizieren. Die Prothese 2.0 nutzt deshalb verschiedene Arten an sensorischem Feedback. Durch bestimmte Vibrationsmuster an der Stumpf Muskulatur, werden haptische Illusionen verursacht. Diese basieren auf aktuellen Forschungen von Dr. Paul Merasco an der Cleavland Clinic. Die Illusionen trügen das Körpergefühl des Nutzers und verursachen bei ihm das Gefühl, die Bewegungen der Prothese spüren zu können.

Betreuung: Prof. Pelin Celik

Maria Soravito de Franceschi / Noah

Noah ist ein nutzerorientiertes therapeutisches Hilfsmittel in Form eines innovativen Gadgets. Dieses hilft dem Anwender dabei, einen entspannten Zustand vor dem schlafengehen zu erlangen und sorgt langfristig für eine bessere Schlafqualität. Noah soll insbesondere Menschen mit stressbedingten Schlafstörungen helfen, spricht jedoch auch all diejenigen an, die Probleme mit dem abendlichen „Abschalten“ haben und dadurch nicht einschlafen können.

Entstanden ist schließlich ein therapeutisches Set. Dieses besteht aus einem handlichen smarten Begleiter, der über Bio-

feedback-Sensoren verfügt, die den eigenen Gemütszustand messen. Der Nutzer wird zudem akustisch durch diverse Entspannungsübungen und Rituale geleitet. Das Set umfasst außerdem eine Lampe, die die gemessenen Biofeedback-Werte visualisiert, sowie eine Ablage, die als drahtlose Ladestation für den smarten Begleiter und die Lampe dient.

Betreuung: Prof. Pelin Celik 

Patrick Dippe / Auxetic Runner

Das Konzept Auxetic Runner zielt durch seinen Aufbau darauf ab, Verletzungen beim Laufsport zu reduzieren. Hierbei enthält der Schuh verschiedene Elemente, die für einen direkten Schutz des Sprunggelenkes sorgen und zudem eine fachgerechte Nutzung erleichtern.

Kommt es zu der Situation, dass ein Läufer umzuknicken droht, wird diese unnatürliche Bewegung in einem ersten Schritt durch eine Abschrägung der Sohle abgedämpft. Diese Abschrägung ist im vorderen Bereich der Außenseite des Schuhs platziert, da der Fuß größtenteils an dieser Stelle wegknickt. Durch die daraus resultierende Inversionsbewegung ist das vordere Außenband einer besonders hohen Belastung ausgesetzt. Diese kann durch das Abdämpfen der Bewegung ein Stück weit reduziert werden.

Da dies jedoch nicht ausreicht, um dem Sprunggelenk einen ausgiebigen Schutz zu bieten, enthält der Schuh weitere Besonderheiten. Ein integriertes Bandagen System umschließt die speziell zu schützenden Bereiche des Fußes. Während des Umknickens übt der Fuß einen Druck auf die Außenseite der Bandage aus. Durch diese Druckeinwirkung entsteht eine Zugwirkung auf der Innenseite, welche wiederum dafür sorgt, dass die Schale des Schuhs zusammengedrückt und das Sprunggelenk stabilisiert wird.

Das dritte Element stellt ein auxetisches Textil dar, welches im Bereich des vorderen und mittleren Außenbandes platziert ist. Drückt das Sprunggelenk an dieser Stelle gegen die Außenwand, so verhärtet sich das Textil. Dabei gilt, je größer der Druck desto stärker die Verhärtung. Bei abnehmendem Druck kehrt das auxetische Textil wieder in seinen Ursprungszustand zurück.

Ein weiteres Element der Konzeption ist die Kommunikation des Verschleißzustandes des Schuhs. Die Gelkissen der Sohle enthalten eine Vielzahl kleiner Farbkugeln, welche bei abnehmender Dämpfung nach und nach aufplatzen und somit das Gelkissen verfärben. Hierdurch wird der Läufer auf die sich verschlechternde Dämpfung hingewiesen und der Laufschuhwechsel kann zeitgerecht vorgenommen werden.

Betreuung: Prof. Jan Vietze

Tony Jankowski / DUOTEC

Ein abstrakter Raum definiert sich durch eine formgebende, stabile Struktur die von einer Fläche umhüllt wird. Die Herstellung materialeffizienter  Gebäudestrukturen erfordert ein System aus zwei computergestützten kollaborierenden Akteuren. Einer der Akteure baut einzelne Module der Struktur. Diese werden vor Ort zusammengefügt und von dem zweiten Akteur flächig geschlossen

DUOTEC ist ein System aus zwei Kooperierenden mobilen Robotern. Gemeinsam realisieren sie extrem leichte, aber stabile Architekturstrukturen nach natürlichem Vorbild.

Betreuung: Prof. Birgit Weller