kulturkonfekt

„Kulturkonfekt“ ist eine – für den Laderaum eines Kombis konzipierte – Möbelserie bestehend aus einem Bettgestell (140x200cm), einem Tisch, einem Stuhl und einem anpassbaren Aufbewahrungssystem.

Other Sight

In einem interdisziplinären Wechselspiel von Entwerfen und Überprüfen wurden die Wahrnehmungseigenschaften blinder Menschen im Umgang mit Alltagsobjekten herausgearbeitet. Basierend auf den im Austausch gewonnenen Erkenntnissen sind Entwurfsparameter entstanden, die in Form eines Ensembles von Trinkgefäß und Untersetzer Anwendung finden.

The modular mold.

Innerhalb dieser Arbeit wird ein Service angeboten, die NutzerInnen können sich über eine Webseite ihre eigenen Porzellanobjekte zusammenstellen und diese aufgrund zuvor festgelegter Parameter verschieben. Sie werden im weiteren Verlauf konkret darüber informiert wie ihr Objekt hergestellt wird und wer genau an den jeweiligen Prozessschritten beteiligt ist

the man-machine

„The man-machine“ ist ein manuell betriebener 3D-Drucker, der auf dem Wirkprinzip des Pantografen basiert. Durch handgeführte Bewegungen wird gleichzeitig eine zweidimensionale Zeichnung und ein dreidimensionales Objekt aus dem Extruder zu erzeugt.

Das gesamte Projekt setzt sich aus drei Bestandteilen zusammen, deren Gewichtung in etwa gleich stark ist. 1: der theoretische Forschungsteil, der in der schriftlichen Arbeit festgehalten wurde. Dieser setzt sich zum einem mit dem State-of-the-Art digitaler Fertigungsverfahren aus einander, vielmehr beleuchtet er aber verschiedene technikphilosophische und medienwissenschaftliche Positionen. 2: der praktische Forschungsanteil. Innerhalb der Prozesses der Entstehung meiner Arbeit habe ich mich mit experimentellen Nutzungen von FLM-Druckverfahren beschäftigt, die dem Verständnis der zugrundeliegenden Wirkweisen dienen. Die daraus gewonnen Erkenntnisse wurden durch die Erstellung eines digitalen Archivs zugänglich gemacht. ( https://blackboxarchive.myportfolio.com/ ) 3: Die Implementation der gewonnen Erkenntnisse in einer immersiven Installation und dem darin vollzogenen Fertigungsverfahren durch den Bau eines analogen 3D-Druckers.

Peatland Forensics

„Peatland Forensics“ beschäftigt sich gestalterisch mit Ecological Grief. Der Begriff  beschreibt negative Emotionen die durch das Erleben indirekter oder direkter Folgen der Klimakrise hervorgerufen werden. Was bedeutet es, um eine Landschaft zu trauern? Aus  meiner  Auseinandersetzung mit dem Roten Moor, einer durch die Klimakrise direkt bedrohte Landschaft in der Rhön, entstanden acht Tongefäße. Sie erzählen durch Form, Herstellung und Material die bewegte Geschichte des Moores und zeigen seine fortwährende Bedrohung durch Austrocknung. So kann durch taktiles Erfahrbar-machen von ökologischen Prozessen eine weitere Dimension der Klimakrise vermittelt werden.

Faser.Faden.Filament.

Das Projekt befasst sich mit dem Prozess des Filamentwickelverfahrens und zeigt mögliche Potenziale für die Anwendung dieser Herstellungsmethode im Bereich des Produktdesigns auf. Die entstandene Studie besteht aus zwei Modulen, die mit einem Textilscharnier verbunden sind und so in verschiedenen Konfigurationen genutzt werden können. Gefertigt wurden die Bauteile im Filamentwickelverfahren aus Hanfgarn und einem Matrixmaterial zur Verstärkung bestimmter Bereiche. Das so entstandene Objekt schreibt kein festes Nutzungsszenario vor, vielmehr kann man damit experimentieren und mit dem eigenen Körper die Leistungsfähigkeit des neu geschaffenen Material- und Konstruktionssystems erfahren. Auch die unterschiedlichen Oberflächen und Materialzustände können durch diese Benutzung erkundet werden. Je nach Position sitz man auf weichen oder harten Flächen, eben oder schräg, mit oder ohne Lehne.

ca!re

ca!re ist eine alternative Messstation, die die unsichtbare Verschmutzung durch Verunreinigungen in der Luft sichtbar macht. Sie macht die Thematik der Luftverschmutzung in unseren Städten emotional greifbar. Mit den fünf Klimatrichtern bietet ca!re einen interaktiven, grünen Erlebnis- und Ruheort im Herzen der Stadt. Jedem dieser Klimatrichter ist ein bestimmter Schadstoff zugewiesen (Feinstaub Pm10, Feinstaub Pm2.5, Kohlendioxid, Ozon und Stickoxide). Über LED-Lichtstreifen sind die Trichter mit Sensoren in straßennähe verbunden. Jeder Trichter visualisiert über die LED-Lichtstreifen die aktuelle Konzentration des jeweiligen Schadstoffes in der Atemluft. Der angezeigte, visualisierte Wert erhöht sich oder fällt abhängig von der aktuellen Luftqualität. Die Intensität wird zusätzlich über einen Farbenkode kommuniziert. Der großflächige Moosbewuchs der Trichter reinigt aktiv die Luft und schafft ein Mikroklima, das mit allen Sinnen erfahren werden kann.